Mo., 30.05.2016

Fußball: In Hochmoor gibt es kein Halten mehr / Nach der Zitterpartie im Saisonfinale brechen alle Dämme Feucht-fröhliche Meistersause

Fußball: In Hochmoor gibt es kein Halten mehr / Nach der Zitterpartie im Saisonfinale brechen alle Dämme : Feucht-fröhliche Meistersause

Keine Chance: Frank Averesch musste die obligatorische Bierdusche über sich ergehen lassen. Foto: az

Hochmoor. Die Flucht war ebenso kurz wie erfolglos. Zwei, drei Haken schlug Frank Averesch, um der drohenden Dusche zu entgehen, dann schon hatte Dominik Hessing den Meistertrainer gestellt. Das Bier aus dem Riesenglas hätte er wohl lieber getrunken, so aber lief es außerhalb des Körpers über alle Poren. „Das gehört eben dazu“, zuckte Averesch mit den Schultern. „Jetzt werde ich mich trocken legen, und dann wird gefeiert!“

Von Frank Wittenberg

Gesagt, getan. Gemeinsam mit zahlreichen Fans stießen die Kicker des SuS Hochmoor auf den großen Triumph an: Meister der Kreisliga B und Aufsteiger – was vor einem Jahr haarscharf nicht geklappt hatte, gelang im erneuten Anlauf. „Und das absolut verdient“, betonte der Trainer und rechnete flugs die Bilanz der vergangenen beiden Spielzeiten zusammen: „Wer in zwei Jahren 153 Punkte holt, steigt völlig zurecht auf.“ Kein Widerspruch!

Allerdings geriet das große Finale vor vielen Zuschauern zur Zitterpartie. Gegen eine aufopferungsvoll kämpfende Reserve des VfL Billerbeck, die dringend noch einen Punkt zum Klassenerhalt benötigte, tat sich der SuS mächtig schwer, führte trotz eines klaren Chancenplus zur Pause nur knapp mit 1:0. Florian Richters hatte mit einem direkt verwandelten Freistoß die Weichen auf Aufstieg gestellt. Als die Gäste aber in der 58. Minute zum Ausgleich kamen, war die Nervosität greifbar im Spiel der Hochmooraner. „Ohne diesen Druck auf den Schultern wäre die Mannschaft sicherlich anders aufgetreten“, hatte Frank Averesch Verständnis dafür, dass sein Personal nicht wirklich das abrufen konnte, was eigentlich drinsteckt.

Der Trainer versuchte, zu beruhigen. „Es ist noch Zeit genug“, rief er immer wieder von der Seitenlinie ins Feld. Aber eben diese Zeit, noch das Siegtor zu schießen, tickte erbarmungslos herunter. Immer größer wurde die Anspannung – bis Ferdi Greving in der Nachspielzeit sichtlich aufgeregt an der Seitenlinie aufkreuzte. „Appelhülsen hat nur 2:2 gegen Rödder gespielt“, verkündete der Obmann, was ihm der Ex-Hochmooraner Lothar Thieme soeben vom Platz den Konkurrenten übermittelt hatte. Damit war klar: Der eine Punkt reichte dem SuS Hochmoor zum Meisterstück 2016!

Danach gab es kein Halten mehr. Mit reichlich Flüssigkeit, Bengalos in den Vereinsfarben und einem kleinen Feuerwerk feierte Hochmoor die Rückkehr in die Kreisliga A. Und nach einer kurzen Nachtruhe traf sich das Team am Montagvormittag um 11 Uhr erneut am Clubheim, um den Grill anzuheizen. „Heute wird noch einmal gefeiert“, kündigte Frank Averesch an. „Und ab Dienstag beginnt für mich die Vorbereitung auf die Kreisliga A.“

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