Mo., 17.10.2016

Bezirksliga: SV Gescher sammelt Punkt für Punkt und hofft auf die Rückkehr der Leistungsträger Schwerer Stand für Remiskönige

Bezirksliga: SV Gescher sammelt Punkt für Punkt und hofft auf die Rückkehr der Leistungsträger : Schwerer Stand für Remiskönige

Foto: az

Gescher. Der Mann, den sie an diesem Tag so dringend gebraucht hätten, stand im schwarzen Trainingsanzug am Seitenrand. Einer, der mit seiner körperlichen Präsenz die Merfelder Abwehrhünen vor Probleme hätte stellen können. „Da fehlte uns ein Typ wie Niklas Segbers“, stellte Frank Schulz mit Blick auf seinen verletzten Angreifer und Co-Trainer fest. Denn hohe und lange Bälle, mit denen es der SV Gescher immer wieder versuchte, waren Gift für die schnellen Dribbler René Böing und Patrick Sträter.

Von Frank Wittenberg

Dass die Remiskönige aus Gescher erneut eine Punkteteilung eingefahren haben, fühlte sich diesmal nicht so gut an wie in den beiden Wochen zuvor, als es nach starken Auftritten jeweils ein 2:2 gegen die Spitzenmannschaften SG Borken und Vorwärts Epe gegeben hatte. „Die anderen Unentschieden waren schöner“, gab Frank Schulz unumwunden zu. Auch schöner anzusehen, weil fußballerisch wertvoller – diesmal kam nicht nur wegen zahlreicher Unterbrechungen kein Spielfluss zustande. „So ein Gegner tut uns nicht gut“, stellte der Trainer angesichts der defensiven und bisweilen destruktiven Spielweise der Merfelder fest, wobei er den Gästen daraus keinen Vorwurf machen wollte: „Sie arbeiten mit ihren Mitteln, und das haben sie gut gemacht.“

Positiv bleibt festzuhalten: Auch nach neun Spielen ist der SV Gescher noch ungeschlagen. Allerdings sind sechs Unentschieden, zuletzt vier in Folge, zu viel, um ganz oben anzuklopfen. „Jetzt haben wir uns in den letzten drei Spielen mit so vielen Ausfällen ordentlich geschlagen“, lobte Schulz sein Personal. „Unter dem Strich hätten wir aber auch eins gewinnen und zwei verlieren können.“ In der Punkteausbeute hätte das keinen Unterschied gemacht. Was den Trainer zufrieden stimmt: In keinem der sechs Unentschieden-Spiele sei seine Mannschaft schlechter gewesen. Der Punktverlust gegen die Merfelder, gegen die ein Heimsieg fest eingeplant war, sei aber ärgerlich. „Solche Spiele passieren“, zuckte Schulz mit den Schultern. „Wir sind noch keine Spitzenmannschaft und müssen uns weiterentwickeln.“

Und sie müssen darauf hoffen, dass die verletzten Leistungsträger bald zurückkehren. Bei Hubi Roling wird das noch dauern, er hängt nach seinem Schlüsselbeinbruch noch in der Warteschleife. Besser sieht es bei Niklas Segbers aus, der sich im Spiel gegen den VfB Hüls einen Nasenbeinbruch und einen Bruch der linken Augenhöhle zugezogen hatte. In einer OP in Münster ist die Augenhöhle geflickt worden – „von innen mit einer Art Klebestreifen, der sich nach 90 Tagen auflöst“, erklärte der Stürmer, der nun wieder ins Balltraining einsteigt. „Vielleicht reicht es am nächsten Sonntag schon für die Bank und einen Kurzeinsatz.“ Das wäre im Gastspiel beim SV Lippramsdorf umso wichtiger, denn mit René Böing wird ein weiterer Offensivmann nach seiner gelb-roten Karte gegen Merfeld ausfallen.

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