Fußball: Trainer gibt dem Bezirksligisten SV Gescher die Zusage für die dritte Saison
Schulz verbindet Spaß und Ehrgeiz

Gescher. Überwintern müssen sie auf einem Abstiegsplatz. Das aber soll sich in der Rückrunde bitteschön ändern – und ist für Frank Schulz noch lange kein Grund, den Kopf in den Sand zu stecken. „Ich bin keiner, der bei Schwierigkeiten sofort wegläuft“, betont der 56-Jährige. „Im Gegenteil, denn mit diesen Jungs macht das einfach einen Riesenspaß.“ Deshalb wird der Ex-Profi auch in der nächsten Saison beim SV Gescher am Seitenrand stehen.

Donnerstag, 21.12.2017, 08:46 Uhr

Fußball: Trainer gibt dem Bezirksligisten SV Gescher die Zusage für die dritte Saison: Schulz verbindet Spaß und Ehrgeiz
Das Kommando übernimmt Frank Schulz (rechts) nicht nur in sonnigen Zeiten: Er bleibt Trainer des SV Gescher. Nklas Segbers hört aus beruflichen Gründen als Co-Trainer auf. Foto: Ulrich Hörnemann

In das Gespräch mit Schulz ist Klaus-Dieter Bürger, Sportlicher Leiter beim SV, mit einem klaren Auftrag gegangen: „Es war ausdrücklicher Wunsch der Mannschaft, dass wir die Zusammenarbeit mit dem Trainer fortsetzen.“ Trainingsarbeit, die Chemie zwischen Spielern und Coach, all das sei hervorragend. „Wir sehen das auch so“, betont Bürger. „Frank Schulz ist absolut kompetent und passt auch menschlich zu uns und zu Gescher.“

Im Sommer 2016 hat Schulz, der 213 Bundesligaspiele für den VfL Bochum, Eintracht Frankfurt und Borussia Mönchengladbach absolviert und 1988 mit den Frankfurtern den DFB-Pokalsieg gefeiert hat, den SV Gescher übernommen. Die erste Spielzeit in der Bezirksliga endete mit Rang fünf – seit dem Sommer aber lief es nicht so rund, so dass die Mannschaft nach 16 Spielen auf dem 15. und vorletzten Rang liegt. „Es war von vornherein klar, dass es schwer wird“, hatte der Trainer schon vor dem Saisonstart auf einen arg auf Kante genähten Kader hingewiesen.

Die Hoffnung, den Klassenerhalt in der Rückrunde zu sichern, ist nicht nur angesichts der knappen Punktrückstände groß. „Wir wollen gar nicht zu viel auf die Tabelle blicken“, sagt Schulz. Viel wichtiger sei, dass die Jungs durchweg super mitziehen – „und wir spielen Fußball“, legt er Wert darauf, auch im Abstiegskampf nicht nur zu knüppeln. Die Entwicklung dieses Teams sei noch längst nicht abgeschlossen.

Der Kader ist absolut tauglich für die Bezirksliga, aber schlicht zu dünn aufgestellt, das sieht auch Klaus-Dieter Bürger so. Ausfälle sind so nur schwer aufzufangen, das ist aber zuletzt verstärkt mit wertvoller Unterstützung der zweiten Mannschaft besser gelungen. „Wir werden versuchen, den Kader zur neuen Saison zu vergrößern“, kündigt der Sportliche Leiter an – aber gewiss nicht um jeden Preis. „Es bleibt dabei: Hier werden nicht die großen Schatullen geöffnet.“ Noch nicht endgültig geklärt sei die Zukunft von Niklas Segbers, der sicher nicht mehr als Co-Trainer zur Verfügung stehen werde. „Das passt mit seinen beruflichen Anforderungen nicht mehr zusammen“, zeigt Bürger Verständnis. Segbers soll den Gescheranern aber möglichst als Spieler erhalten bleiben. „Auch ein Wunsch der Mannschaft“, lächelt Bürger. „Das zeigt den hohen Stellenwert, den Niklas hier genießt.“

Eine gute Vorbereitung hinlegen, möglichst verletzungsfrei bleiben, das ist das Ziel. In der Rückrunde, die für den SV Gescher am 18. Februar mit dem wichtigen Nachholspiel beim direkten Konkurrenten Adler Buldern beginnt, wollen sie die Punkte für ein weiteres Bezirksliga-Jahr holen. „Das wird nicht einfach“, gibt sich Frank Schulz realistisch. „Aber wenn unsere jungen Spieler den nächsten Entwicklungsschritt machen, ist alles drin.“

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