So., 19.03.2017

Kreisliga A: Turo Darfeld verteidigt in Unterzahl das 1:1 gegen SW Holtwick Druck auf dem Kessel

Kreisliga A: Turo Darfeld verteidigt in Unterzahl das 1:1 gegen SW Holtwick : Druck auf dem Kessel

Schwein gehabt: Gudio Albers (vorn), mit 43 der Alterspräsident auf dem grünen Kunststoffrasen, kam angerauscht. Zu spät! Henning Barenbrügge hatte abgezogen. Sein Schuss flog vorbei. Foto: az

Rosendahl. Der Druck wurde immer größer. Den Darfeldern drohte in der Endphase der Kessel um die Ohren zu fliegen. Doch Dirk Bialowons, der Schnapper, hielt den einen Punkt fest. Mochten die Holtwicker Gäste noch so anrennen, er ließ keinen Ball mehr rein.

Von Ulrich Hörnemann

Nach dem 1:1-Unentschieden im Rosendahler Derby fühlten sich die Hausherren wie der moralische Sieger. „Wir hatten 85 Minuten lang plus Nachspielzeit einen Mann weniger auf dem Feld“, gab Turo-Coach Markus Lindner zu bedenken, „der Gegener hat trotz Überzahl kein Mittel gefunden, um uns auszuhebeln.“

Mit einem blitzschnellen Konter war Carsten Daldrup schon in der 6. Minute die 1:0-Führung gelungen. Als André Uphaus in der 7. Minute einen Kopfball von Max Brandt per Faust über die Torlatte boxte, tat Schiri Eugen Scholle, was er tun wusste: Knallrot für Uphaus, der seinen Reflex hinterher bereute, und Elfmeter, den „Jojo“ Dönnebrink in der 8. Minute sicher verwandelte.

In der Folgezeit besaßen die Holtwicker deutlich mehr Ballbesitz. Dirk Bialowons rettete zweimal in rascher Folge. Ahmed Ibrahim bekam die Kugel wenig später prima in den Lauf gespielt. Scholle pfiff ab: Abseits. „Nie und nimmer“, beklagte sich der Holtwicker Spielertrainer.

Im zweiten Durchgang drängten die Schwarz-Weißen – und die Blauen verteidigten mit allen Mitteln. Dass sie auch auf Zeit spielten, war klar. Mario Thentie hatte in der 86. Minute die dickste Möglichkeit in dieser hektischen Partie und zielte frei stehend vorbei.

Eugen Scholle ließ exakt sechs Minuten nachspielen. Wellenförmig rollte Angriff auf Angriff auf das Darfelder Gehäuse. Dirk Bialowons warf sich wagemutig in die Schüsse, die wie Pistolenkugeln auf sein Tor flogen. Guido Albers, obwohl nicht der Größte, war der Turm in der Schlacht. Tatkräftig assistierten ihm Käpt'n „Sebi“ Daldrup und seine Vorderleute, bis sich alle beim Schlusspfiff in den Armen lagen.

Die Emotionen kochten dannn hoch. „Die Darfelder haben viel Zeit geschunden“, monierte Ahmed Ibrahim, „okay, das ist auch ihr gutes Recht. Dieses 1:1 fühlt sich für mich an wie eine Niederlage.“ Ihm wäre lieber gewesen, „wenn wir elf gegen elf gespielt hätten“.

Na klar ärgerte ihn der Verlust von zwei wichtigen Zählern. „Wir hätten gewinnen müssen. Definitiv! Aber heute haben wir leider nicht unsere beste Leistung abgerufen“, suchte er die Schuld für „das enttäuschende Ergebnis“ bei sich und seinem Personal, „wir müssen uns selber an die Nase fassen.“

Markus Lindner lobte seine Kadetten derweil in den höchsten Tönen. „Das war eine bärenstarke Vorstellung“, sagte er, „die Jungs haben gekämpft und sich 90 Minuten den Hintern aufgerissen. Sicherlich haben wir Glück gehabt. Doch den Punkt haben wir verdient.“ 7 Turo Darfeld - Schwarz-Weiß Holtwick 1:1; Tore: 1:0 Carsten Daldrup (6.), 1:1 „Jojo“ Dönnebrink (8., HE)

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