Kreisliga A: DJK Vorwärts Lette erkämpft sich ein torloses Remis in Osterwick
Die Null muss stehen

Osterwick / Lette. Der Druck wurde in der zweiten Halbzeit immer größer. „Doch der Kessel ist nicht geplatzt“, sagte Frank Stening, Trainer von DJK Vorwärts Lette, und strahlte nach dem Schlusspfiff wie früher zu Schulzeiten, als er mit der Trommel um den Weihnachtsbaum gelaufen ist. „Aber ich will hier nicht um heißen Brei Reden: Hätte Osterwick 3:0 oder 4:0 gewonnen, wäre das auch okay gewesen.“ Dennoch freute sich „Stele“ tierisch über die Nullnummer beim Titelaspiranten.

Montag, 06.11.2017, 17:06 Uhr

Kreisliga A: DJK Vorwärts Lette erkämpft sich ein torloses Remis in Osterwick: Die Null muss stehen
Alarmstufe 1: Florian Richters (rechts) ballert ungestüm aufs Letteraner Tor. Timo Maasmann (links), der Abwehrchef der Gäste, stellt sich schnell in die Schussbahn. Fotos: Ulrich Hörnemann Foto: az

Engin Yavuzaslan, der sich zu den Gerüchten, dass er im Sommer das Landesliga-Schlusslicht DJK Coesfelkd-VBRS übernehmen würde, nicht äußern wollte, lobte seine Belegschaft ob ihrer spielerischen und läuferischen Leistung. „Allerdings kann ich den Jungs einen Vorwurf nicht ersparen: Im letzten Viertel waren wir nicht eiskalt“, kritisierte er die fehlende Ruhe beim Abschluss. „Wenn wir vorn in der Box waren, in der gefährlichen Zone, dann muss mehr dabei herumkommen.“ Nonstop rollten die Angriffswellen in Richtung Gäste-Strafraum. Dirk Wilger war die Ruhe in Person. Wie ein alter Zocker, den nichts mehr erschüttern kann nach allem, was ihm widerfahren ist in seiner langen Torwart-Karriere, hielt er die schwierigsten Schüsse, die auf seinen Kasten flogen.

Mit 39 ist „Wille“, so sein Spitzname, sogar zwei Jahre älter als Engin Yavuzaslan, der es kaum fassen konnte, was dieser Teufelskerl alles pariert hat. „Leckofanni“, staunte er, „39 ist der Bursche? Mann, der hält wie 19!“ Dirk Wilger, der sich nach dem nervenaufreibenden Match einen Glimmstengel anzündete, grinste mit seinem Papa Ludwig um die Wette . „Du hast mir Kopfschmerzen bereitet“, meinte Yavuzaslan. „Dafür bin ich da“, konterte Wilger, „das war meine Aufgabe.“

Die Schüsse pfiffen ihm um die Ohren. „Wir hatten Chancen en masse“, ärgerte sich der Westfalia-Coach über den Verlust von zwei ganz wichtigen Punkten. „Meine Mannschaft hat hervorragend gekämpft“, erwiderte der Kollege aus Lette, Frank Stening, „wir haben alles gegeben, mehr ging nicht, und sind mit einem Zähler belohnt worden für den Einsatz.“ Seine Kadetten hatten sämtliche Energien abgerufen – am Ende flackerten die roten Birnchen. Der Akku war restlos leer. 7 Westfalia Osterwick - DJK Vorwärts Lette 0:0.

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