Fußball: A-Kreisligist Schwarz-Weiß Holtwick besiegt den Bezirksligisten Adler Weseke mit 3:1
Der erste Sieg im vierten Anlauf

Holtwick. Gute drei Wochen läuft das Training. Ahmed Ibrahim ist bisher „mäßig zufrieden“, wie er selber sagte. „Das liegt aber nicht an den Spielern, sondern an der Gesamtsituation“, erklärte der ehrgeizige Coach, der gemeinsam mit Johannes „Jojo“ Dönnebrink beim A-Kreisligisten SW Holtwick das Sagen hat. „Eigentlich wollten wir in der Vorbereitungsphase einige Varianten ausprobieren, doch das war etwas schwierig.“

Montag, 12.02.2018, 06:00 Uhr

Fußball: A-Kreisligist Schwarz-Weiß Holtwick besiegt den Bezirksligisten Adler Weseke mit 3:1: Der erste Sieg im vierten Anlauf
Dicke Luft: Im Holtwicker Strafraum brennt es lichterloh. Mittendrin Mario Beeke (4. von links), der ab Sommer mit „Jojo“ Dönnebrink das Trainerduo bildet. Foto: az

Die ersten drei Testspiele, alle auf eigenem Kunstrasen, seien sinnbildlich gewesen. „Alle drei wurden verloren“, erinnerte er sich, „1:2 gegen Nottuln, 3:4 gegen Leer und 1:2 gegen Ellewick.“

Aber im vierten Anlauf war der erste Sieg fällig. „Verdient“, meinte „Jojo“ Dönnebrink nach dem 3:1-Erfolg gegen den Bezirksligisten Adler Weseke, „wir sind etwas schwer ins Spiel gekommen. Denn die Jungs hatten schwere Beine, weil wir tags zuvor noch knapp zehn Kilometer gelaufen sind.“ Für Lennart Barenbrügge war’s eine Premiere. „So viel ist er noch nie gerannt“, lachte Dönnebrink, „der Bursche war ganz schön fertig.“ Er hat durchgehalten.

Ein wenig müde waren alle Holtwicker gegen Weseke. Sie wirkten längst nicht so frisch. Auch personell fehlten einige Stammkräfte auf, wie bereits in den Vorwochen. „Das liegt auch an der Grippewelle“, betonte Ahmed Ibrahim, „und unsere Studenten schreiben Klausuren, können deshalb nicht regelmäßig trainieren.“ Henning Barenbrügge, Luca Brüggemann und Jens Waltering büffeln und pauken. Genauso wie Mario Thentie, aktuell die Numero 2 in der Torjägerliste (12 Treffer) der Kreisliga A. Jeweils dienstags und donnerstags geht Thentie zur Abendschule. „Und damit fehlen dauerhaft vier Stammkräfte“, so Ibrahim

Für Ahmed Ibrahim und „Jojo“ Dönnebrink ist es deshalb nicht einfach, in der Woche taktisch mit ihrem Kader zu arbeiten. „Wenn es hoch kommt, sind elf Mann beim Training“, erzählte Ibrahim, „die Lücken füllen wir mit Leuten aus der zweiten Mannschaft.“

Einen verletzten Spieler gibt es auch schon, ausgerechnet einer der Leistungsträger hängt in der Warteschleife: Robin Klöpper, der in dieser Saison schon sieben Mal geknipst hat. Ihn plagt eine Oberschenkelblessur. O-Ton Ibrahim: „Da müssen wir Geduld haben.“

Momentan sind die Schwarz-Weißen Tabellenvierter der Kreisliga A, wobei sie ein Spiel mehr absolviert haben als Westfalia Osterwick, VfL Billerbeck und SuS Olfen, die vor ihnen liegen. „Na klar wollen wir oben dranbleiben“, verkündete Ibrahim optimistisch, „nach einem holprigen Start haben wir uns wieder gut herangekämpft.“ Noch liegt alles dicht beisammen. „Ja, ja“, bestätigte Dönnebrink, „es ist verdammt eng.“ Sein Kollege ist fest davon überzeugt, „dass nach 30 Spieltagen zwischen Platz sechs oder sieben nicht mehr als sechs, sieben Punkte liegen werden“.

Ahmed Ibrahim, der im Sommer bei seinem Ex-Verein TSG Dülmen II landen wird, möchte sich vernünftig verabschieden und mindestens Dritter werden. „Wie vergangenes Jahr“, blickte er zurück, „wir haben uns in den letzten Begegnungen vor der Winterpause enorm gesteigert und zeigen jetzt schönen Fußball.“ Oder wie sich Johannes Dönnebrink ausdrückte: „Die Jungs haben sich weiterentwickelt.“ Ibrahim denkt insbesondere an die beiden feinen Erfolge gegen Darfeld (4:0) und Hausdülmen (5:3), als er seinen 30. Geburtstag feierte.

Der erste Auftritt im neuen Jahr führt die Holtwicker gleich nach Osterwick. Derby! „Viel wird abhängen von diesem Ergebnis“, prophezeite Ahmed Ibrahim, „wenn wir dort gut abschneiden, ist alles möglich.“

Mit einem guten Gefühl nach dem 3:1-Sieg über Adler Weseke machte sich die Mannschaft dann geschlossen auf den Weg nach Vreden ins Ferienhaus Oldenkott. „Wir tun was für die Gemeinschaft“, kündigte Ibrahim an, „und gucken uns da gemeinsam das Spiel Bayern gegen Schalke an.“ Als Sympathisant von Mainz 05 saß er wenig später total entspannt vor der Flimmerkiste, während Dönnebrink kurz vorm Herzkasper stand. „Der ‘Jojo’ ist ein Blauer durch und durch“, klärte Ibrahim auf, „für ihn ist es der reinste Horror, wenn seine Schalker verlieren.“ Für den armen „jojo“ war’s dann ein gebrauchter Abend.

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