Do., 12.05.2016

Basketball ALBA hakt Halbfinale fast schon ab

Berlins Brandon Ashley (r) versucht den Frankfurter Jordan Theodore zu blocken.

Berlins Brandon Ashley (r) versucht den Frankfurter Jordan Theodore zu blocken. Foto: Soeren Stache

Trainer Obradovic und Manager Baldi scheinen nach der zweiten Niederlage von ALBA Berlin nicht mehr allzu viel Hoffnung auf eine Wende im Playoff-Viertelfinale zu haben. Das Team wirkt komplett verunsichert. Auch Oldenburg muss bangen.

Von dpa

Berlin (dpa) - Selbst Sasa Obradovic scheint nicht mehr wirklich an das Weiterkommen von ALBA Berlin zu glauben.

«Wir müssen das Spiel heute vergessen und im letzten Spiel unser Maximum geben», sagte der ALBA-Coach am Mittwochabend nach dem 65:71 in der zweiten Partie der Playoff-Viertelfinal-Serie gegen die Fraport Skyliners Frankfurt. Als ob er sich vor der nächsten Begegnung am Samstag in Frankfurt schon mit einer weiteren Niederlage und dem damit verbundenen Saison-Aus des Basketball-Pokalsiegers abgefunden hätte.

Zwar verbesserte sich Obradovic wenige Sekunden später selbst, doch so richtig überzeugend erschien diese Kurskorrektur nicht mehr. Zuletzt gelang es Bonn in der Spielzeit 2002/2003, ein 0:2 im Playoff-Viertelfinale gegen Leverkusen noch umzubiegen. Dafür, dass auch ALBA das schaffen könnte, gibt es derzeit aber nur wenige Argumente. Das sieht selbst Manager Marco Baldi so: «Das Einzige, was für uns spricht, ist, dass nichts für uns spricht.»

Der Manager wollte nach der zweiten Niederlage gegen den Gewinner des FIBA Europe Cups nicht über grundsätzliche Ursachen für die nun schon Wochen andauernde Schwächephase des Hauptstadtclubs sprechen. Doch die Analyse der erneuten Pleite gegen die mit «riesiger Brust» aufspielenden Frankfurter klingt ernüchternd: «Wir haben die offenen Würfe erst nicht getroffen und dann gar nicht mehr genommen», befand Baldi.

Einziger Lichtblick war bezeichnenderweise der jüngste Albatros Ismet Akpinar. Er ragte mit elf Punkten bei einer 80-prozentigen Trefferquote aus dem wenig zielsicheren Berliner Team heraus. «Die Unbekümmertsten zeigen mehr Mut als die, von denen man es wegen ihrer Erfahrung erwarten können müsste», kritisierte Baldi. Viel Hoffnung auf eine Wende in der Serie bleibt den Berlinern nicht mehr - außer einer. «Vielleicht hilft uns die Einstellung nach dem Motto: Jetzt ist es auch egal», sagte Baldi.

Wie für die Berliner könnte auch für die EWE Baskets Oldenburg die Saison am kommenden Samstag bereits zu Ende sein. Nach einer starken Hauptrunde, der besten der Vereinsgeschichte, scheint dem Zweiten der regulären Saison nun in der K.o.-Runde die Puste auszugehen. In Ulm setzte es für den Meister von 2009 am Mittwoch eine 80:85-Niederlage, womit die Oldenburger ebenfalls mit 0:2 im Hintertreffen liegen. «Wir stehen jetzt mit dem Rücken zur Wand und müssen alles versuchen, um mit einem Sieg zurück in die Serie zu kommen», sagte Oldenburgs Trainer Mladen Drijencic.

Die Ulmer steckten auch einige Verletzungen weg und konnten sich auf einen überragenden Per Günther stützen. Der Aufbauspieler wirbelte die Gäste nach allen Regeln der Kunst durcheinander und war mit 35 Punkten und neun Assists der Matchwinner. Ulms Trainer Thorsten Leibenath lobte aber sein komplettes Rumpfteam. «Dass vier Spieler gegen diese Intensität über die 30-Minuten-Marke gehen und wir trotzdem gewinnen, ist beeindruckend», sagte Leibenath.

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