Di., 10.05.2016

Literatur Wenn der Horror Alltag wird: «Tief in den Wald hinein»

Berlin (dpa) - Thomas und Ann ziehen mit ihren beiden Kindern in ein abgelegenes Haus am Waldesrand. Hier finden sie und ihre kleine Tochter, ein Schreibaby, endlich die ersehnte Ruhe. Thomas genießt die Nähe zur Natur, Ann dagegen bedrückt die Einsamkeit immer mehr. Eines Nachts dann die Katastrophe: Fremde Männer überfallen die Familie und erpressen Geld. Das Ganze geht einigermaßen glimpflich aus, und doch ist danach nichts mehr, wie es war. Die Sicherheitsparanoia des Vaters nimmt bald zerstörerische Ausmaße an.

Von dpa

Der Ausgangspunkt in Robert Williams drittem Roman «Tief in den Wald hinein» ist zugegebenermaßen etwas an den Haaren herbeigezogen. Wer zieht schon in den Wald, nur um ein Schreibaby zum Verstummen zu bringen? Doch davon abgesehen, ist das Buch ein unter die Haut gehender Psychothriller. Williams zeigt mit gespenstischer Eindringlichkeit, was passiert, wenn der Horror plötzlich in den Alltag eindringt und einem der Boden unter den Füßen weggezogen wird. Es ist dabei auch ganz unerheblich, dass der Leser von Beginn an die Täter kennt.

Robert Williams: Tief in den Wald hinein, Berlin Verlag, Berlin, 304 Seiten, 9,99 Euro, ISBN 978-3-8333-1047-8

Google-Anzeigen
Anzeige


http://event.yoochoose.net/news/705/consume/10/2/3994869?categorypath=%2F2%2F798623%2F798631%2F947955%2F947961%2F