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Di., 17.04.2018

Blick zurück «Der Mythos vom starken Führer»

Der britische Historiker Archie Brown hat sich mit Diktatoren, aber auch mit Demokraten im 20. und 21. Jahrhundert auseinandergesetzt und über sie ein Buch geschrieben.

Von dpa

Berlin (dpa) - In einer Zeit großer Verunsicherung sehnen sich viele Menschen wieder nach autoritären Führerfiguren - Putin, Erdogan, Orban symbolisieren momentan diese Sehnsucht nach dem starken Mann. Insofern ist Archie Browns Buch «Der Mythos vom starken Führer» von aktuellem Interesse.

Erwartungsgemäß beschäftigt sich der britische Historiker mit den großen Diktatoren des 20. Jahrhunderts wie Hitler, Stalin oder Mao. Doch fasst er den Führerbegriff wesentlich weiter, indem er auch Politiker wie Nelson Mandela, Willy Brandt, Charles de Gaulle, Michail Gorbatschow und viele andere mit einbezieht.

Erkenntnisreich sind Browns Ausführungen über die Illusionen, denen sich autoritäre Führer hingeben, etwa dieser Satz: «Politische Führer, die stolz auf ihre "Stärke" sind oder meinen, stark wirken zu müssen, haben eine besonders ausgeprägte Neigung zu Militärinventionen.»

Schade, dass der Text schon 2014 verfasst wurde, so sind die aktuellen Entwicklungen etwa in den USA, in Polen oder der Türkei nicht mehr berücksichtigt.

- Archie Brown: Der Mythos vom starken Führer. Politische Führung im 20. und 21. Jahrhundert, Propyläen Verlag, Berlin, 480 Seiten, 25,00 Euro, ISBN 978-3-549-07493-0.

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