Di., 10.05.2016

Film Kurzfilmtage Oberhausen vergeben Preise

Oberhausen (dpa) - Es geht um die Freundschaft einer Bordellbesitzerin zu einer Prostituierten oder um optisch verfremdete Menschen beim Sex: Mit Arbeiten wie diesen haben Regisseure bei den 62. Kurzfilmtagen in Oberhausen Preise gewonnen. Das Traditionsfestival ging am Dienstag zu Ende.

Von dpa

Den Großen Preis der Stadt Oberhausen (8000 Euro) bekam die Französin Louise Carrin für «Venusia», das Porträt zweier Frauen im Rotlichtmilieu, das laut Jury «durch einfache Mittel in einem einzigen Raum ein ganzes Universum schafft».

Der Hauptpreis im internationalen Wettbewerb (4000 Euro) ging an Lav Diaz für «Ang araw bago ang wakas» (Der Tag vor dem Ende). Anfang des Jahres bekam er schon für seinen Achtstünder «A Lullaby to the Sorrowful Mystery» über die philippinische Revolution (1896-1898) einen silbernen Bären bei der Berlinale. In seinem Kurzfilm lässt er Menschen im Angesicht eines nahenden Sturms Shakespeare lesen.

5000 Euro für den besten deutschen Beitrag gingen an Vika Kirchenbauers «She Whose Blood Is Clotting In My Underwear», einen Film, «der die Gewalt der Lust nicht einfach vorführt, sondern gerade in der experimentellen Verfremdung förmlich auf das Publikum überträgt», so die Jury.

Den 3sat-Förderpreis (2500 Euro) erhielt Sarah Drath für den Siebenminüter «Telefon Santrali», der laut Jury mit sparsamen Mitteln glamouröse Bilder schafft. Der mit 5000 Euro dotierte Preis des nordrhein-westfälischen Kulturministeriums ging an Hayoun Kwon für den Film «489 Days» über die demilitarisierte Zone zwischen Nord- und Südkorea.

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