Mo., 30.05.2016

Film «Mikro & Sprit»: Roadmovie mit Audrey Tautou

Mit der fahrenden Hütte im Hintergrund lässt der Regisseur Michel Gondry die Protagonisten von «Mikro & Sprit» auf einen waghalsigen Road-Trip gehen.

Mit der fahrenden Hütte im Hintergrund lässt der Regisseur Michel Gondry die Protagonisten von «Mikro & Sprit» auf einen waghalsigen Road-Trip gehen. Foto: Sabine Glaubitz

Von dpa

Paris (dpa) - Sommerferien mit der Familie? Nicht für Daniel und Théo. Mit einem selbstgebauten Auto begeben sich die beiden Schüler heimlich auf eine Reise, die sie im Schneckentempo über Frankreichs Landstraßen führt. Dabei folgt ein Abenteuer dem anderen.

Mit «Mikro & Sprit» hat der französische Filmemacher Michel Gondry ein Roadmovie gedreht, der seinem Ruf als träumerisch-skurrilem Regisseur einmal mehr gerecht wird. Mit dabei: Audrey Tautou.

Théo ist neu in der Klasse. Er trägt den Spitznamen «Sprit», weil er nach der Schule ständig an irgendwelchen Motoren bastelt und nach Benzin riecht. Er gibt sich cool und als toller Hecht. Er sitzt neben Daniel, der schüchtern und künstlerisch begabt ist. Weil er klein ist, wird er auch «Mikrobe», kurz «Mikro», genannt. Aus den Außenseitern wird ein Team.

Als die Sommerferien nahen, beschließen beide auszureißen. Aus einem alten Rasenmähermotor baut Sprit ein fahrbares Etwas, das sie mit ein paar Holzbrettern und Plastikgeranien in ein Gartenhäuschen verwandeln. Denn sie brauchen nicht nur ein Fortbewegungsmittel, sondern auch ein Dach über dem Kopf. Und so rollt das Duo in der fahrbaren Hütte mit 20 Stundenkilometern über die französischen Landstraßen. Eine spannende und lustige Reise beginnt, auf der Daniel entdeckt, dass Théo gar nicht so cool ist wie er sich gibt.

«Mikro & Sprit» ist ein unterhaltsamer und verspielter Film über eine Reise, in dem Gondry seiner überbordenden Fantasie wieder freien Lauf gelassen hat. Ähnlich wie in der Tragikomödie «Science of Sleep - Anleitung zum Träumen» gibt es bei «Mikro & Sprit» autobiografische Bezüge. Der erste Teil des Films würde seine Jugendzeit widerspiegeln, erzählte Gondry in einem Interview der Nachrichtenagentur dpa. Der zweite Teil hingegen, der die Reise der beiden erzähle, sei erfunden und erträumt.

Gondry kommt aus einer Tüftlerfamilie. Sein Großvater war der Erfinder der Clavioline, eines Vorläufers des heutigen Synthesizers, und sein Vater Elektroniker und Informatiker. Er habe Systeme erfunden und sich für Mechanik interessiert, erklärte Gondry. Mit «Mikro & Sprit» habe er einen persönlicheren Film drehen wollen. Tautou, die Daniels manisch-depressive Mutter spielt, habe ihm zu dieser Geschichte geraten. Er hoffe, der Film könne helfen, Träume zu verwirklichen.

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