Mo., 06.02.2017

Internationale Filmfestspiele Highlights aus dem Berlinale-Programm

Danny Boyle zeigt seinen neuen Film «T2 Trainspotting» außer Konkurrenz.

Danny Boyle zeigt seinen neuen Film «T2 Trainspotting» außer Konkurrenz. Foto: Mark Mainz

Neben Cannes und Venedig gehört die Berlinale zu den wichtigsten Filmfestivals der Welt. In diesem Jahr werden knapp 400 Filme aus aller Welt gezeigt.

Von dpa

Berlin (dpa) - Knapp 400 Produktionen werden bei der 67. Berlinale (9. bis 19. Februar) gezeigt. dpa dokumentiert die wichtigsten Filme.

-«Rückkehr nach Montauk»( Deutschland ): Nach «Homo Faber» widmet sich Regisseur Volker Schlöndorff wieder einem Stoff des Autors Max Frisch. Nina Hoss und Stellan Skarsgard spielen ein Ehepaar in dieser Geschichte über Liebesglück und den Schmerz der Erinnerungen.

-« Beuys »(Deutschland): In dieser Dokumentation von Andres Veiel wird Joseph Beuys, der Mann mit dem Hut, dem Filz und der Fettecke, mit bisher unveröffentlichten Bild- und Tondokumenten als einer der hellsichtigsten deutschen Gegenwartskünstler porträtiert.

-«Helle Nächte»(Deutschland): In Thomas Arslans («Gold») Roadmovie durch Norwegens beeindruckende Naturkulisse versuchen Georg Friedrich und Tristan Göbel ihre komplizierte Vater-Sohn-Beziehung zu lösen.

-«Wilde Maus»(Österreich): Bitterböse erzählt der Kabarettist und Schauspieler Josef Hader in seiner ersten Regiearbeit von privaten Versagensängsten und der Abstiegsfurcht der österreichischen Mittelschicht.

-«Django»(Frankreich): Im Eröffnungsfilm der Berlinale erinnert der Franzose Etienne Comar an den berühmten Jazz-Gitarristen Django Reinhardt . Im Mittelpunkt steht dabei Reinhardts Flucht vor den Nazis aus dem besetzten Paris.

-«The Party»( Großbritannien ): Mitten in die Party eines britischen Abgeordneten platzen zwei Enthüllungen. Was als Komödie mit Witz und scharfen Dialogen beginnt, lässt «Orlando»-Regisseurin Sally Potter mit Bruno Ganz und Kristin Scott Thomas in eine Tragödie abgleiten.

-«The Dinner»(Israel/USA): Ein dunkles Familiengeheimnis belastet das Verhältnis zweier Ehepaare. In dem Drama mit Richard Gere und Laura Linney stellt Regisseur Oren Moverman moralische Konflikte in den Mittelpunkt dieses wie ein Kammerspiel anmutenden Thrillers.

-«Die andere Seite der Hoffnung»(«Toivon tuolla puolen», Finnland): Ein Flüchtling, ein Handelsvertreter, eine Kellnerin und ein Koch kommen zu einer utopischen Schicksalsgemeinschaft zusammen, ein wiederkehrendes Thema des finnischen Regisseurs Aki Kaurismäki.

-«Félicité»(Frankreich): Félicité arbeitet als Sängerin in einer Bar in Kinshasa. Als ihr Sohn im Krankenhaus liegt, versucht Felicité, das Geld für eine Operation aufzutreiben. Damit beginnt Alain Gomis' atemloser Streifzug durch Kongos Hauptstadt.

-«Pokot»(Polen): Regisseurin Agnieszka Holland erzählt in einem Genremix eine komische Detektivstory, einen Ökothriller und ein feministisches Märchen - in einem Film.

AUßER KONKURRENZ: 

-«Logan - The Wolverine»(USA): Ein Mutanten-Drama von James Mangold mit Hugh Jackman und Patrick Stewart. Der dritte Spielfilm über die Marvel-Comic-Figur Wolverine zeigt die Superhelden in ihren Alltagsnöten.

-«Ein Kuss von Béatrice»(«Sage femme», Frankreich): Das Wiedersehen zweier eigenwilliger Frauen mit Catherine Frot und Catherine Deneuve, zwei «Grandes Dames» des französischen Kinos, wird bei Martin Provost zu einer Komödie über die Notwendigkeit von Veränderungen im Leben.

-«T2 Trainspotting»(Großbritannien): In Danny Boyles Fortsetzung des 90er-Jahre Kultfilms aus dem Drogenmilieu kehren Ewan McGregor, Robert Carlyle und Jonny Lee Miller in ihren alten Rollen zurück.

-«Viceroy’s House»(Großbritannien): Regisseurin Gurinder Chadha («Kick it like Beckham») inszeniert eine Liebesgeschichte vor dem Hintergrund der Wirren um die indische Unabhängigkeit. «Downton Abbey»-Hauptdarsteller Hugh Bonneville spielt dabei den britischen Vizekönig Lord Mountbatten.

-«Final Portrait»(USA): In Stanley Tuccis Biopic vertieft sich der Schweizer Bildhauer Alberto Giacometti (Geoffrey Rush) in lange Gespräche über die Kunst und das Leben mit dem Kritiker James Lord (Armie Hammer).

BERLINALE-SPECIAL (Auswahl):

-«In Zeiten des abnehmenden Lichts»(Deutschland): Ist die Sehnsucht nach einer besseren Welt ein Irrglaube? Matti Geschonnek verdichtet Eugen Ruges Roman zu einer Studie über verlorene Utopien mit Bruno Ganz als überzeugtem Kommunisten Wilhelm Powileit.

-«Es war einmal in Deutschland...»(Belgien): Ein Überlebender des Holocaust will sich 1946 eine Existenz in Frankfurt aufbauen. Mit Moritz Bleibtreu in der Hauptrolle, geht Regisseur Sam Garbarksi der Frage nach, wie sich ein Jude 1946 im Land der Täter zurechtfindet.

-«Der junge Karl Marx»(Haiti): Sie bildeten die Keimzelle des Kommunismus - der Philosoph Karl Marx und Fabrikantensohn Friedrich Engels. Aber wie kam es zu dieser seltsamen Freundschaft? Raul Peck zeigt zwei ungestüme Männer, die an die revolutionäre Kraft der Ausgebeuteten glauben.

-«La Reina de España»(Die Königin von Spanien, Spanien): In dieser Film-im-Film-Komödie führt Oscarpreisträger Fernando Trueba («Belle Epoque») Penélope Cruz als spanische Hollywood-Diva in Francos Spanien der 50er Jahre.

-«Die versunkene Stadt Z»(USA): Percy Fawcett (Charles Hunnam) wird zur Landvermessung in den Amazonas entsandt. Dort glaubt er, Spuren einer alten Zivilisation entdeckt zu haben. Eine Abenteuergeschichte von James Gray unter anderem mit «Twilight»-Star Robert Pattinson über wissenschaftliche Zweifel und gesellschaftliche Konventionen.

-«Masaryk»(Tschechien): Am Vorabend des Zweiten Weltkriegs wird Jan Masaryk (1886-1948) in eine Londoner Klinik gebracht. Der frühere tschechoslowakische Botschafter glaubt, dass er als Diplomat das Erbe seines Vaters Tomas, Gründer der Tschechoslowakei, verspielt hat. Julius Sevciks Biopic erinnert damit an Jan Masaryk, der ab 1940 Außenminister der Prager Exilregierung in London war.

-«The Trial: The State of Russia vs Oleg Sentsov»(Usbekistan): Askold Kurovs Dokumentation zeichnet das Schicksal des in der Ukraine geborenen Medienmachers Oleg Sentsov nach. Als Kopf einer antirussischen Terrorbewegung soll er Anschläge geplant haben. Er verteidigt sich tapfer, wird aber 2015 in einem Schauprozess zu 20 Jahren Haft in Sibirien verurteilt.

Aus der SERIEN-Reihe:

-«4 Blocks»(Deutschland): Toni will raus aus dem Sumpf von Drogen, Prostitution und Geldwäsche. Als sein Schwager verhaftet wird, steigt er wieder tiefer in die Geschäfte des Neuköllner Clans ein. Marvin Krens Serie über arabische Clans in Berlin-Neukölln.

-«SS-GB»(Großbritannien): Die BBC-Serie führt in ein fiktives, von den Nazis besetztes Großbritannien. Darin führt Detektiv Douglas Archer (Sam Riley) eine Mordermittlung im Schwarzmarktmilieu. Er gerät dabei zwischen SS, Scotland Yard und die britische Widerstandsbewegung.

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