«Havana»-Sängerin
Camila Cabello schwimmt auf einer Erfolgswelle

Vor rund einem Jahr hat Camilla Cabello die Girl-Band Fifth Harmony verlassen. Seitdem hat die Sängerin an ihrer Solo-Karriere gebastelt, die mit Karacho gestartet ist.

Donnerstag, 18.01.2018, 15:42 Uhr

Camila Cabello eilt momentan von Erfolg zu Erfolg.
Camila Cabello eilt momentan von Erfolg zu Erfolg. Foto: dpa

Berlin (dpa) - Camila Cabello (20) hat bereits Millionen von Fans. Über zwei dürfte sich die ehemalige Sängerin der Casting-Band Fifth Harmony, die eine sehr enge Bindung zu ihren «Camilizers» pflegt, aber ganz besonders freuen.

In einem Interview auf Beats 1 offenbarte Sir Elton John, dass Camila Cabello ihn glücklich mache, weil ihre Feelgood-Songs ihm ein Lächeln ins Gesicht zaubern würden. Man hätte Lust «aufzustehen und zu tanzen», sagte die Pop-Legende.

Und wie hat Camila Cabello darauf reagiert? Die ist vollkommen ausgeflippt: «Oh mein Gott Elton John kennt meinen Namen», twitterte sie ganz ungläubig.

Und auch Barack Obama hat sich als Fan geoutet. Der sinnlich-entspannte Latin-Pop-Song «Havana» (Feat. Young Thug), mit dem Camila Cabello weltweit die Charts gestürmt hat, gehört zu den Lieblingsliedern des Ex-Präsidenten. Sie habe geweint, als sie das gehört habe, sagte die Sängerin in der Show von Ellen DeGeneres, wo sie gerade einen fulminanten Nightclub-Auftritt mit ihrem Hit-Song hinlegte.

Der Clip wurde bereits fast zwei Millionen Mal angeklickt. Es sieht so aus, als hätte Camila Cabello den Midas-Touch: alles wird zu Gold. Das gilt auch für ihr Solodebüt «Camila», mit dem sie am Tag der Veröffentlichung in 80 Ländern auf Platz eins der iTunes-Charts landete. Laut Mitteilung ihrer Plattenfirma Sony ist das ein Weltrekord für Frauen unter 21. Ähnlich erfolgreich soll nur Taylor Swift gewesen sein.

Mit «Havana» hat die Tochter eines Mexikaners und einer Kubanerin, die in den USA aufgewachsen ist, die Tür zu einer erfolgreichen Solokarriere weit aufgestoßen, aber die Latin-Karte spielt die Sängerin auf «Camila» eher verhalten aus. Auf die endlose Variation einer erprobten Erfolgsformel hat sie klugerweise verzichtet.

Camila Cabello setzt dabei eher auf Vielfalt, probiert sich aus und erkundet verschiedene Wege: Mit der schmissigen R&B-Nummer «All These Years» startet sie äußerst schwungvoll und sorgt vor allem mit ihrer verführerischen Stimme, die sich immer wieder in zauberhafte Falsett-Höhen verliert, für Entzücken. Mit der eher karg instrumentierten Ballade «All These Years», die ihren Rhythmus aus einer verhaltenen Gitarre zieht, nimmt sie das Tempo aber gleich wieder raus.

Überhaupt hat Camila Cabello viele Balladen im Programm, die sie mit ihrer meisterhaften Stimme zu einem besonderen Erlebnis macht. Gerne auch im charmanten bis schmachtenden Zwiegespräch mit einem Piano («Consequences», «Something's Gotta Give») - der perfekte Rahmen für ihre Lieder über Liebe, Schmerz, Glück, Trennung, Einsamkeit und Freundschaft. Einer der schönsten Songs ist dabei sicherlich «Real Friends», der von Enttäuschung und Desillusionierung handelt.

Um sich aber nicht ganz in den Schmerz zu verlieren, dafür sorgen Upbeat-Nummern wie «She Loves Control». Es sieht so aus, als hätte Camila Cabello momentan tatsächlich alles unter bester Kontrolle.

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