Mo., 09.10.2017

Digitales Deutsches Online-Glücksspiel ein tragender Wirtschaftsfaktor

Digitales: Deutsches Online-Glücksspiel ein tragender Wirtschaftsfaktor

Foto: Kieler Nachrichten auf Twitter

Weit gefehlt, zu glauben, dass das Glücksspiel eine gesellschaftliche Randerscheinung ist. Vielmehr haben einschlägigen Studien aus dem Jahr 2016 zufolge bereits 75 Prozent der Deutschen in irgendeiner kommerziellen Form ihr Glück versucht. Niemand bestreitet dabei, dass das Glücksspiel nach wie vor eine Männerdomäne ist. Je nach Altersgruppe sind zwischen 42 und 47 Prozent mit von der Partie, während sich lediglich zwischen 20 und 34,9 Prozent der Frauen fürs Zocken erwärmen können. Diese ansehnlichen Zahlen sind namentlich den Anbietern des Online-Glücksspiels geschuldet, allen voran den Online Casinos.

Von Allgemeine Zeitung

Casino Cruise als leuchtendes Vorbild

Zwar verzeichnete der Glücksspielmarkt insgesamt 2015 ein Wachstumsplus von 8 Prozent gegenüber dem Vorjahr, maßgeblichen Anteil an diesem Erfolg hatten aber Online-Casinos, private Sport- und Pferdewetten, Online-Zweitlotterien und Online-Poker mit einem Wachstum von 30 Prozent. Die Behauptung, dass für ein Online Casino Deutschland ein überaus gutes Pflaster ist, ist nicht weit hergeholt, nachdem dieses gemeinhin als maßgebliche Konjunkturlokomotive des deutschen Glücksspielmarktes gilt.

Online-Casinos feiern freilich nicht von ungefähr Triumphe. So winken bei Casino Cruise etwa neben einem Willkommensbonus von 1000 Euro 200 Freispiele. Die zweite Einzahlung wird um 50 Prozent bis zu einem Maximalbetrag von 200 Euro aufgestockt, während auf einen glücklichen Gewinner eine Mittelmeerkreuzfahrt wartet.

In Anbetracht der über 1200 erstklassigen Spiele von NetEnt, Microgaming, Play ’N GO und NYX sowie der über 200 Spiele für Mobilgeräte fällt es Kunden naturgemäß schwer, Casino Cruise Ade zu sagen. Nicht zu ihrem Nachteil. Kundentreue macht sich nämlich bezahlt. Wer durchs Spielen genug Loyalitätspunkte gesammelt hat, kommt fortan als VIP in den Genuss besonderer Vorzüge. So wird in der Royal Suite des Kaptain’s Clubs dem Kunden nicht nur ein persönlicher Mitarbeiter zur Seite gestellt, sondern ihm auch mit VIP-Einladungen und Geschenken das Leben versüßt.

Die volkswirtschaftliche Bedeutung

Auf dem 2. Bundeskongress zum Glücksspielwesen in Berlin Anfang April 2017 stellte Prof. Bert Rürup, Präsident des Handelsblatt Research Institutes, die Ergebnisse einer aktuellen Studie zum deutschen Glücksspielmarkt vor. Zu den 2015 erwirtschafteten Bruttospielerträgen von 12,72 Milliarden Euro steuerten Online-Casinos, private Sport- und Pferdewetten, Online-Zweitlotterien und Online-Poker rund 2,3 Milliarden Euro bei.

Private stationäre Sport- und Pferdewetten spielen mit Bruttospielerträgen von 441,6 Millionen Euro im online beherrschten Glücksspielmarkt eine leidlich untergeordnete Rolle. In der Tat sind die Bruttospielerträge der Online-Casinos mit 1.165 Millionen Euro ungleich höher. Private Online-Sport- und Pferdewetten kommen indes im Verein mit Online-Zweitlotterien und Online-Poker auf Bruttospielerträge von insgesamt 663,4 Millionen Euro. Auffallend ist allerdings, dass Online-Poker mit Bruttospielerträgen von 123 Millionen Euro 2015 beileibe nicht mehr die Bedeutung um die Jahrtausendwende hatte. Einesteils wurden die Plattformen durch die Online-Casinos nach und nach verdrängt, andernteils schlug sich auch der juristisch bedingte Abzug vieler US-Anbieter 2011 im Marktvolumen nieder. Lediglich zum Teil haben sich diese mittlerweile wieder in deutschen Landen niedergelassen. Poker ist allerdings die definitive Ausnahme von der Regel. Alles in allem haben sich Online-Zweitlotterien seit 2012, Online-Casinos sowie Online-Sport- und Pferdewetten gar seit 2006 zu echten Bringern gemausert. Und ein Ende dieser Entwicklung ist absolut nicht in Sicht. Insgesamt mag zwar die Zahl der deutschen Glücksspieler rückläufig sein, zum einen sind aber nicht alle Formen des Glücksspiels gleichermaßen betroffen und zum anderen ist der Geldsegen ein starkes Motiv, bei der Stange zu bleiben. Auf 70 Prozent der deutschen Glücksspieler trifft dies jedenfalls zu.

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