Mo., 23.05.2016

Gesundheit Hoffnung in Sicht – Neue Therapie für Herzkranke

Gesundheit : Hoffnung in Sicht – Neue Therapie für Herzkranke

Foto: Kzenon - Fotolia

Knapp zwei Millionen Deutsche leiden an einer Herzschwäche – Tendenz steigend. Sie dürfen jetzt Hoffnung schöpfen: Eine neue Therapie mit dem Wirkstoff LCZ696 hat in einer Studie mit mehr als 8.400 Patienten gute Ergebnisse gezeigt. Die Studie macht deutlich, dass unter der Gabe des Medikaments die Sterblichkeitsrate und die Zahl der Klinikaufenthalte um jeweils 20 Prozent gesenkt werden kann.

Von Allgemeine Zeitung Coesfeld

Alarmzeichen ernst nehmen

Ist das Herz nicht mehr in der Lage, den Organismus ausreichend mit Blut zu versorgen, liegt eine Herzschwäche vor – man nennt sie auch Herzinsuffizienz. Patienten stoßen in diesem Fall schnell an ihre Grenzen: Schon bei leichten körperlichen Belastungen geraten sie in Atemnot, der Körper zeigt Erschöpfungszustände und ist weniger leistungsfähig. Typische Symptome für eine Herzschwäche sind außerdem Wasseransammlungen in Beinen und Füßen sowie häufiges nächtliches Wasserlassen.

Eine Diagnose, die sehr viel verändert

Menschen, bei denen eine Herzschwäche festgestellt wird, sind zunächst einmal stark verunsichert: Sie fürchten, durch ihre Krankheit ein sehr eingeschränktes Leben führen zu müssen. Ganz wichtig für Herzschwäche-Patienten ist eine bewusste Ernährung – vor allem die klassische Mittelmeer-Küche, die auf viel Gemüse, Obst und Fisch sowie Olivenöl statt tierischer Fette basiert, hat sich hier bewährt. Auf Schinken, Kartoffelchips und andere stark gesalzene Lebensmittel sollte besser verzichtet werden. Das in ihnen enthaltene Salz bindet Wasser im Körper, wodurch das Herz stärker belastet wird. Aus demselben Grund sollten Menschen mit einer Herzschwäche nicht zu viel trinken: Etwa eineinhalb Liter täglich haben sich als geeignete Menge erwiesen.

Das Leben weiterleben

Generell ist bei Menschen mit einer Herzschwäche ein gesunder Lebensstil dringend angeraten. Neben einer ausgewogenen Ernährung kommt auch Bewegung dem Herz zugute. Regelmäßiger und moderat ausgeführter Ausdauersport kann die Herzleistung deutlich verbessern – zu Umfang und Häufigkeit des Trainings sollte im Vorfeld der Hausarzt konsultiert werden. Auch Reisen sind für Herzschwäche-Patienten nicht verboten – vorausgesetzt, sie treffen einige Vorkehrungen. Von Reisezielen mit zu kaltem oder zu heißem Klima sollte Abstand genommen werden, Langstreckenflüge sind aber durchaus möglich. Hat ein Arzt im Vorfeld sein Okay gegeben und führt der Patient alle notwendigen Medikamente immer mit sich, steht auch weiten Reisen nichts im Wege.

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