Do., 08.03.2018

Tourismusboom Israel baut Angebot in der Wüste aus

Bisher reisen etwa 5 Prozent aller Touristen, die Israel besuchen, auch in die Wüste Negev. Israels Fremdenverkehrsamt möchte diese Zahl vervierfachen.

Bisher reisen etwa 5 Prozent aller Touristen, die Israel besuchen, auch in die Wüste Negev. Israels Fremdenverkehrsamt möchte diese Zahl vervierfachen. Foto: Dafna Tal

Israel will mehr Touristen in die Wüste locken. Der Negev erstreckt sich im Süden des Landes und nimmt mehr als die Hälfte der Fläche Israels ein. Neue Wanderstrecken und ein neuer Flughafen sollen den Tourismus ankurbeln.

Von dpa

Berlin (dpa/tmn) - Rund 12 000 Quadratkilometer groß ist die Wüste Negev im Süden von Israel - und in den kommenden Jahren sollen deutlich mehr Touristen als bislang dorthin reisen. Das israelische Tourismusministerium baut derzeit die Infrastruktur in der Region deutlich aus.

Neue Hotelzimmer, weitere Attraktionen für Touristen sowie Wander- und Radstrecken sollen entstehen. Ziel ist es, dass künftig 20 Prozent der Israel-Reisenden in die Wüste kommen, sagte Uri Sharon, Deutschland-Direktor des Staatlichen Israelischen Fremdenverkehrsbüros, auf der Reisemesse ITB in Berlin (7. bis 11. März). Bislang sind es erst 5 Prozent, die auch in die Negev reisen.

Zum Besucherwachstum in der Region soll auch der neue Ramon-Flughafen nördlich von Eilat beitragen. Nach der Eröffnung im Herbst 2018 wird er die beiden bisherigen Flughafen Eilat City und Ovda ersetzen. Inlandsflüge von Tel Aviv und Haifa aus sollen dort ebenso landen wie internationale Flüge, unter anderem von Ryanair, Wizz Air, SAS, Easyjet und Finnair. Die Jahreskapazität beträgt zunächst rund zwei Millionen Passagiere, in einer späteren Ausbaustufe vier Millionen.

Im Osten von Eilat ist den Angaben zufolge auch ein neues Viertel mit Besucherattraktionen und rund 1150 Hotelzimmern geplant.

Im Jahr 2017 verzeichnete Israel einen starken Zuwachs an Touristen. Mit 3,6 Millionen Besuchern aus aller Welt wurde erstmals die Drei-Millionen-Marke überschritten - ein Zuwachs von 23 Prozent im Vergleich zu 2016. Aus Deutschland kamen 218 200 Besucher. Das waren 30 Prozent mehr als im Vorjahr.

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