„Der Junge mit dem Fahrrad“

Cyril (Thomas Doret) und die Fee (Cécile de France).Foto:
(dpa)
Mit ihrem halbdokumentarischen, anti-psychologischen, sozialkritischen Kino sind die belgischen Regiebrüder Luc und Jean-Pierre Dardenne Dauerlieblinge der Cineasten: Für „Der Junge mit dem Fahrrad“ bekamen sie in Cannes den Großen Preis der Jury. Dabei geben sie sich diesmal zugänglicher und optimistischer als in Filmen wie „Rosetta“ oder „Das Kind“: Denn für den kleinen Cyril, die dauerradelnde Hauptfigur des neuen Films, gibt es Hoffnung, obwohl ihn sein Vater ins Heim abgeschoben hat und er später kurzfristig auf die schiefe Bahn gerät. Denn eine Märchenfee rettet ihn: die Friseurin Samantha, die alles tut, um dem Kleinen zur Seite zu stehen. Samantha wird vom Star Cécile de France gespielt - auch diese Hinwendung zum Populären ist neu für die Dardennes. Einen Ausverkauf müssen deren Fans indes nicht befürchten: Auch vom neuen Film geht ein unprätentiös humanistisches Leuchten aus. Sehenswert.