Münster - Eine Woche nach dem Brand im „Schwarzen Schaf“ ist die Ursache immer noch nicht geklärt. „Es wird weiter in alle Richtungen ermittelt“, sagte eine Sprecherin der Polizei Münster. Auch Christoph Hartig, Betreiber der Diskothek, stochert weiter im Nebel, wie er berichtete.
„Karneval wieder zu eröffnen, wäre schön“, sagt Hartig. Aber ob dann die zerstörten technischen Anlagen, die im Schwarzen Schaf ersetzt werden müssen, wieder eingebaut sein können, sei sehr unwägbar, ergänzt er. Seit dem Feuer klingelt sein Telefon im Minutentakt, „die Leute kennen kein anderes Thema als den Brand“, so Hartig.
Der Online-Auftritt dieser Zeitung hatte noch nie so viele Aufrufe, wie am Tag nach dem Feuer im „Schaf“. Die Trauer der Fans ist so groß, dass vor der Disco Grablichter brennen und Blumen niedergelegt wurden - obwohl zum Glück kein Mensch zu Schaden gekommen ist. „Wir haben Riesen-Schwein gehabt“, resümiert Hartig.
„Wenn nicht zufällig ein Mitarbeiter im Haus den Brand bemerkt hätte, gäbe es womöglich jetzt am Alten Fischmarkt eine Baulücke“. Trotzdem war gestern ein besonders trauriger Tag für den Disco-Betreiber: Er musste alle 70 Mitarbeiter des „Schafs“ entlassen. Sie hoffen natürlich, dass es so bald wie möglich weitergeht.