Steag: „Zwischenlager Ahaus ohne Relevanz“

Ahaus/Essen - Das Brennelemente-Zwischenlager in Ahaus hat für die Steag keine „strategische Relevanz“. Der Chef des fünftgrößten Energieversorgers Deutschlands, Joachim Rumstadt, hat in einem Interview gesagt: „Wir schauen, ob es von strategischer Relevanz ist. Sowohl von der Größenordnung als auch von der Perspektive ist es das nicht. Deshalb prüfen wir, wie wir mit Ahaus umgehen.“

Für Wolfgang Cordes ist das klar: Die Steag werde die 45 Prozent Anteile an der Brennelement-Zwischenlager Ahaus GmbH verkaufen. Das habe der Steag-Aufsichtsrat so beschlossen. Der Fraktionssprecher der Grünen im Bochumer Rat hält das für richtig. Die Steag gehört seit Ende 2010 einem Konsortium von sieben Stadtwerken aus dem Ruhrgebiet. Deren Räte, die zum großen Teil rot-grüne Mehrheiten haben, hatten für den Einstieg in das Energieunternehmen unter anderem verlangt, dass es sich von Beteiligungen trennt, die mit der Atomkraft Geld verdienen - schon vor Fukushima. Eine Steag-Sprecherin wollte „diverse Gerüchte und Aussagen nicht kommentieren“.


Offiziell nimmt das BZA Rumstadts Äußerungen „sehr gelassen zur Kenntnis“. Sprecher Burghard Rosen erklärt: Ein Verkauf der Steag-Anteile hätte keine Auswirkungen. Das Zwischenlager würde wie bisher weiter betrieben. Die BZA-GmbH beauftrage die Gesellschaft für Nuclear-Service (GNS) mit dem Betrieb des Lagers. Alle Mitarbeiter arbeiten für die GNS. Das werde sich auch nicht ändern.

VON STEFAN WERDING, MÜNSTER


07 · 02 · 12





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