Trinkwasser wird teurer


Johannes Stentrup, Technischer Leiter Stadtwerke, und 1,5 Millionen Liter Trinkwasser im inneren Becken des renovierten Trinkwasserspeichers.Foto:
Johannes Stentrup, Technischer Leiter Stadtwerke, und 1,5 Millionen Liter Trinkwasser im inneren Becken des renovierten Trinkwasserspeichers.Foto:
(groa)


Ahaus/Alstätte - Trinkwasser wird in Ahaus teurer. Ein durchschnittlicher Vier-Personen-Haushalt muss rund 24 Euro im Jahr mehr bezahlen, ein Single-Haushalt etwa 15 Euro.

Das entspricht - je nach Verbrauch - einer Preissteigerung von rund sieben bis 8,9 Prozent. „Das ist praktisch die erste Preiserhöhung seit fast neun Jahren“, erklärt Geschäftsführer Karl-Heinz Siekhaus und weist darauf hin, dass 2004 der Wassermengenpreis noch gesenkt und erst 2008 wieder auf das alte Niveau angehoben wurde.


Seither aber hätten die Stadtwerke rund 4,5 Millionen Euro in die Sanierungsarbeiten und Neuinstallationen für die Trinkwasserversorgung investiert. In diesem Jahr wird der Wasserbehälter in Heek für 100 000 Euro umgebaut. Hinzu kämen weitere 150 000 Euro jährliche Ausgleichszahlungen für Landwirte, die in den Wassergewinnungsgebieten die Düngung einschränken, sowie 500 000 Euro, die Jahr für Jahr allein für Instandhaltungs- und Reparaturarbeiten anfallen.

Und was das Trinkwasser für die Verbraucher auch teurer macht: der sinkende Verbrauch. Siekhaus: „Die Ahauser nehmen sich offenbar die Appelle zu Herzen, sparsamer mit Trinkwasser umzugehen. Der Verbrauch ist allein im letzten Jahr um drei Prozent gesunken.“ Die Kosten für Gewinnung, Aufarbeitung und Leitungssystem aber blieben aber die gleichen, erklärt Johannes Stentrup, der technische Leiter der Stadtwerke.

Die gute Nachricht aber sei, dass die Ahauser weiterhin mit bestem Trinkwasser versorgt werden könnten. Wenn überhaupt, dann bereite höchstens das Nitrat Sorgen. An einigen der 122 Messstellen in Ortwick liege der Nitratgehalt über den Grenzwerten, in der Mischung aber weit darunter. Stentrup: „Wir arbeiten seit Jahren eng mit 47 Landwirten in der Wasserschutzzone zusammen - bislang leider ohne den Trend bei den Nitratwerten umkehren zu können. Das ist aber weiterhin unser Ziel.“

» Der Verbrauchspreis steigt von 1,52 auf 1,60 Euro je Kubikmeter. Der monatliche Grund- und Messpreis insgesamt um 92 Cent auf 8,79 Euro monatlich.



25 · 01 · 12





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