Allegro im Altenheim


Michail Markov spielt zum Auftakt der neuen Musikreihe in Senioreneinrichtungen des Klinikverbundes Westmünsterland. Er ist Professor für Klavier am Artez- Conservatorium Enschede und spielt regelmäßig auf internationalen Musikfestivals und Sommerschulen.
Michail Markov spielt zum Auftakt der neuen Musikreihe in Senioreneinrichtungen des Klinikverbundes Westmünsterland. Er ist Professor für Klavier am Artez- Conservatorium Enschede und spielt regelmäßig auf internationalen Musikfestivals und Sommerschulen.


-job- Kreis Borken. Das Leben in Senioreneinrichtungen ist für die Bewohner in der Regel vom Takt her beschaulich und ruhig. Adagio würde der Musikfachmann das wohl nennen. Eine neue Musikreihe im Kreis Borken sorgt jetzt dafür, dass in etlichen Altenheimen in Kürze das Tempo aufs muntere „Allegro“ erhöht wird, denn: Mit der neuen Reihe „young classics“ holt der Klinikverbund Westmünsterland in den kommenden Monaten hochtalentierte Nachwuchskünstler in die Seniorenzentren des Klinikverbundes, wo sie Klavierkonzerte geben. Gestern stellten Vertreter des Klinikverbundes, Organisatorin Xenia Lorenz-Rebers sowie die Schirmherren Landrat Dr. Kai Zwicker und die Bürgermeister Felix Büter (Ahaus), Dr. Christoph Holtwisch (Vreden), Ulrich Hellmich (Heek) sowie Borkens Technischer Beigeordneter Stephan Pfeffer das Projekt vor.

Es biete die Chance, Junge und Alter zusammenzubringen, betonten die Schirmherren unisono. Und: Da es für viele Senioren beschwerlich sei, sich auf den Weg zu Kulturveranstaltungen zu machen, hole man mit „young classics“ die Konzerte für sie ins Haus.


Man habe für die Auftaktreihe Klaviermusik ausgesucht, weil sie erfahrungsgemäß bei alten Menschen gut ankomme, sagte Lorenz-Rebers, Geschäftsführerin von KX-Kulturmarketing. Sie lud neben den Senioren und der Bevölkerung vor Ort vor allem auch junge Musikschüler zu den Konzerten ein, hätten sie doch dort die Möglichkeit, professionelle Musiker zu hören und nach dem Konzert mit ihnen ins Gespräch zu kommen.

Büter betonte, dass es in Senioreneinrichtungen mehr als nur um Pflege und Unterkunft gehe. Wie seine Kollegen auch betonte der Ahauser Bürgermeister, dass er sich künftig auch weitere kulturell hochwertige Angebote in Altenheimen vorstellen könne, etwa Lesungen und Ähnliches. Davon könnten die Alten, aber auch die Jungen profitieren, fand Stephan Pfeffer: „Viel haben ja ihre Großeltern gar nicht mehr vor Ort verfügbar“, betonte er den Austausch-Gedanken. Den fand auch Landrat Dr. Kai Zwicker spannend: „Eine wirklich reizvolle Idee“, sagte er.



09 · 11 · 10





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