500 Kilowatt steigen aufs Dach


Sonnige Aussichten: Firmeninhaber Paul Lütkenhaus (rechts) und Betriebsleiter Karl-Heinz Haveresch freuen sich, dass Neudecker & Jolitz auch auf dem Markt für Fotovoltaik-Großanlagen Fuß fasst.
Sonnige Aussichten: Firmeninhaber Paul Lütkenhaus (rechts) und Betriebsleiter Karl-Heinz Haveresch freuen sich, dass Neudecker & Jolitz auch auf dem Markt für Fotovoltaik-Großanlagen Fuß fasst.


Gescher. Wenn Paul Lütkenhaus eine neue Geschäftsidee umtreibt, dann fackelt er nicht lange. Zaudern ist nicht sein Ding. Machen ist angesagt. Und so hat er jetzt seine Firma Neudecker & Jolitz um einen Geschäftszweig erweitert. Das Unternehmen baut seit Neuestem Fotovoltaik-Anlagen. Große Anlagen ab 100 Kilowatt (kW), geeignet für Hallendächer beispielsweise. Dabei greift die Firma auf die elektrischen und mechanischen Kompetenzen der Himmel Technologie Unternehmensgruppe zurück.

Doch Lütkenhaus geht nicht an den Markt, ohne das neue Produkt nicht selbst getestet, sprich gebaut zu haben. So stellte Neudecker & Jolitz jetzt eine Fotovoltaik-Anlage für den Eigengebrauch her. Mit stolzen 500 kW sei das die größte in der gesamten Umgebung, haben die RWE bestätigt.


"Im Oktober 2009 haben wir nach einem passenden Partner gesucht, der uns die Anlage aufstellen sollte. Als wir nicht fündig wurden, haben wir beschlossen: Das machen wir selbst. Und wir machen es auch der Umwelt zuliebe", beschreibt Paul Lütkenhaus den Weg von der Idee zur Umsetzung.

Neben der Größe zeichnet die neue Fotovoltaik-Anlage eine weitere Besonderheit aus. Neudecker & Jolitz verwendet die eigenen Aluminiumprofile der Montagefördertechnik. Der Vorteil: So kann ein Dach repariert beziehungsweise erneuert werden, ohne dass die Fotovoltaik-Anlage Marke Neudecker & Jolitz abgebaut werden müsste. Denn das Aluminium-Profilsystem erlaube es, die Anlage aufzuständern, erklärt Lütkenhaus und lächelt: "In diesem System sind wir ja zuhause. Das ist wie ein Stabilbaukasten für Erwachsene......"

Den Strom, den man durch die neue Großanlage erzeugt, speist das Unternehmen umgehend ins eigene Betriebsnetz ein und verkauft die Überschüsse an die RWE.

In zehn Jahren, kalkuliert Lütkenhaus, habe sich die Investition in Höhe von 1,4 Millionen Euro amortisiert. Der neue Geschäftszweig, für den das Unternehmen zunächst vier Mitarbeiter frei stellte und schulte, macht sich. Man beteilige sich bereits an Ausschreibungen und habe schon einen Auftrag angenommen, freut sich Lütkenhaus.



09 · 07 · 10





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