Dusch-Behelf soll im März enden


Von außen ist das Umkleidegebäude am Ahauser Damm fast fertig, nur die Holzverkleidung fehlt noch. Foto: js
Von außen ist das Umkleidegebäude am Ahauser Damm fast fertig, nur die Holzverkleidung fehlt noch. Foto: js


Gescher. "Einen Bundesligisten werden wir wohl nicht holen", sagt SV-Vorsitzender Rainer Nienhaus mit Blick auf utopische Kosten. Dennoch: Allmählich rückt die offizielle Einweihung der Sportanlage Ahauser Damm ins Visier. Im April oder Mai, wenn das Wetter ein "Draußen-Programm" für die ganze Familie erlaubt, soll das Millionen-Projekt der breiten Öffentlichkeit präsentiert werden. "Wir sind sehr froh, dass wir in Gescher eine solche Anlage mit zwei Kunstrasenplätzen haben - wo gibt es das schon", sagte Nienhaus beim Ortstermin.

Während die Plätze schon seit Oktober bespielt werden, lässt die Fertigstellung des Umkleidegebäudes auf sich warten. "Da ist in den letzten Wochen nichts passiert, weil wir keine Handwerker bekommen konnten", erläutert der SV-Chef. Von außen ist das 37 Meter lange und zwölf Meter tiefe Gebäude fast fertig, sogar die Photovoltaikanlage auf dem Dach ist seit dem Jahresende betriebsbereit. Drinnen geht es ab nächste Woche weiter mit Estrich- und Putzarbeiten. Möglichst Mitte März, wenn die Rückrundenspiele laufen, sollen die Fußballer hier duschen können. "Dazu muss es jetzt aber optimal laufen", weiß Nienhaus. Nach der Fertigstellung stehen den Sportlern sechs längliche Kabinen mit drei Duschräumen zur Verfügung. Bislang müssen sie sich mit der alten BSV-Umkleide behelfen.


Auf die notwendigsten Funktionen beschränkt sind die anderen Gebäudeteile. An der rechten Seite ist ein Ball-Lager, links liegt der Haupteingang. Dahinter befinden sich ein kleiner Besprechungsraum, ein Mini-Büro, Toiletten und der Außenkiosk. "Ein Clubheim haben wir hier nicht", stellte Nienhaus klar.

Dafür aber zwei tolle Plätze. Alle Seniorenmannschaften und die A- und B-Junioren von SV 08 und FSV trainieren seit dem Herbst auf der neuen Anlage. "Wir haben hier optimale Bedingungen", weiß Nienhaus. Der gelenkschonende Kunstrasenbelag habe sogar einige ältere Spieler bewogen, sich wieder am Ball zu versuchen. Meist bis nach 21 Uhr seien die Plätze unter Flutlicht belegt. Bei der Nutzung der unterschiedlich großen Plätze wechselten sich die Vereine wochenweise ab. Nienhaus: "Das klappt reibungslos." Ihre Bewährungsprobe bei Regen hätten die Plätze auch bestanden - selbst bei extremen Güssen in den letzten Wochen habe hier kein Wasser gestanden.

Auch wenn einzelne Jugendmannschaften bereits am Ahauser Damm gekickt haben: Die Regel soll das nicht sein. Spielort für die Kinder bis einschließlich C-Jugend bleibt der Borkener Damm. "Wir brauchen diese Plätze und wollen sie weiterhin nutzen", stellte Nienhaus hierzu fest.

Noch laufen die Restarbeiten im Sportzentrum, da fassen die Vereine bereits das nächste Projekt ins Auge. "Wir brauchen hier dringend eine Tribüne", weiß Nienhaus. Die Fundamente dafür seien glücklicherweise gelegt worden. Geplante Umsetzung: So schnell wie möglich, spätestens 2013.



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