Gescher. Da waren der Kreativität kaum Grenzen gesetzt: Unter dem Motto "Vorhang auf - Bühne frei - Zirkus beim SV 08" tummelte sich die Jeckenschar, verkleidet als allerlei Getier, Zirkusdirektoren, Clowns, Hochseilakrobaten oder bunte Paradiesvögel, beim Karneval des SV Gescher 08 im Saal Grimmelt. Im "Zirkuszelt" wurden den Narren sodann in einem gut vierstündigen Programm viel Abwechslung geboten. Der Elferrat hatte dazu mit den Akteuren eine bunte Mischung aus Tanz, Comedy, Bütt und Musik zusammengestellt. "An wen habe ich beim Anblick des Bürgermeisters wohl gedacht?", fragt Bauer Heini aus Kattenvenne und gibt sich selbst die Antwort: "Na kennen sie nicht die Sendung Löwenzahn?" Egal ob der Bürgermeister, Politiker, Berufsgruppen, Sitzungspräsident Wies oder Frauen: In einem Comedy-Feuerwerk bekam jeder sein "Fett weg", und bei allen Anwesenden sorgte dieser letzte Act des Abends für überstrapazierte Bauchmuskeln durch Dauerlachen.
Zuvor hatte Anna Döring mit ihrem Auftritt als "üppige Blondine" bereits genau diese Lachmuskeln trainieren lassen, während Tanzgruppen wie die Bluepearls, Tornangels, Kindertanzgruppe SV 08 oder die Garde des Stadtprinzen Manni II. (Blesenkemper) die Stimmung angeheizt und mit humorvollen Darbietungen Bacchusjünger und Männerballet für Highlights gesorgt hatten. Doch die größte Frage war: "Wer wird Nachfolger von Prinz Thorsten I. Borgehynck und seiner Prinzessin Maarit I. Benson?" Sitzungsleiter Manfred Wies spannte die SV-Narren gern etwas auf die Folter und ließ alle erst einmal raten: "Wir nennen ihn nach dem Teil einer Wurst." Während einige noch überlegten, schallte es durch den Saal: "Hier sind Prinz Marcel "Pelle" I. (Greve) und Prinzessin Ina I. (Kötting)!" Da stand das Narrenvolk Kopf und begrüßte mit ausgelassenem Gesang sein neues Regentenpaar. "Prinz Poldi brauchen wir nicht, denn der wahre Narrenprinz hier bin ja wohl ich", verkündete Prinz Marcel I. als bekennender Fan des FC Köln bei seiner Prinzenrede und machte klar, dass nun er zusammen mit seiner Prinzessin das Zepter beim SV Gescher in der Hand habe. Und auch Ina I. ließ noch einiges an die Karnevalisten verlauten: "Bitte geht heut nicht zu früh nach Hause", war ihr größter Wunsch bevor sie die Vereinshymne des SV anstimmte um diese allen Gästen zu singen. Groß zu bitten brauchte die Prinzessin ihr Volk indes nicht, denn nach dem Programm wurde bis zum morgen gefeiert und getanzt.