Gescher (sk). Im wahrsten Sinne des Wortes "märchenhaft" feierte die Kolpingsfamilie ihren Karneval. Seit mehr als 40 Jahren startet sie in die Büttsession. Mit Seiner Tollität Prinz Josef (Kloster) und Ihrer Lieblichkeit Prinzessin Elisabeth (Wolter) feierte ein ausgelassenes Narrenvolk den Karneval. Mit Büttenreden, Tanzdarbietungen und Sketchen wurde ein mehr als dreistündiges Programm geboten.
Sitzungspräsident Jürgen Richter begrüßte ein gut gelauntes Publikum, das dem Prinzenpaar 2012 einen standesgemäßen Empfang bereitete. "Vier Jahrzehnte musste ich auf diese Ehre warten", monierte der freudestrahlende Prinz. Er gehört zu den Aktiven im Kolping. So war er viele Jahre Kassierer, ist Mitglied der Tanzgruppe und vor allem ist er Bühnenbauer. An seiner Seite steht Prinzessin Elisabeth Wolter, vielen bekannt als "Tupperlady", die sich aber auch in die Vorstandsarbeit des Vereins einbringt. "Ohne Freude kann das Leben nicht sein!", zitierte der Prinz Adolph Kolping. Und dann sollte die Party steigen. Den Auftakt machten die "Chicas", 18 Mädchen vom SV 08, die zur Choreografie von Susanne Kröger und Sarah Schulten eine tolle Tanzdarbietung zeigten. Nun ging es Schlag auf Schlag: Nach Jahren zeigten sich auch wieder die "Roten Socken" beim Kolping. Nur nach einer Zugabe durften die Parodisten des Fußballs die Bühne verlassen.
Einen grandiosen Empfang erhielt Stadtprinz Mann II. Er ist Kolpingbruder und Karnevalist durch und durch und so war die Veranstaltung mehr als Pflicht für ihn. Natürlich ließ er seine Garde für das närrische Volk tanzen. Eine Leihgabe aus dem benachbarten Stadtlohn erfuhr man durch Elfriede Schulze Piepenbrink (Ruth Rosker), die die Lacher auf ihrer Seite hatte, ebenso wie Renate Wensing, die als Lisbeth auf Männersuche unterwegs war. "Ich bin ein Planet, der auf Erforschung wartet", meinte sie.
"Endlich mal was für unsere Augen", meinte Elke S., als die "Traumtänzer" die Bühne betraten. Unter der Choreografie von Susanne Kröger ließen Klaus Ekrod, Udo Pöpping, Marcus Strotmann, Franz-Josef Lüggert, Johannes Schering, St. Schwanekamp, Robert Rieken und last not least der Sitzungspräsident Richter Dschingis Khan aufleben.
Ein Highlight zeigten die Kolpingfrauen. Bei Schwarzlicht ließen Tanja Dietz, Sabine Lütjann, Doris Schöning, Monika Wiesweg, Nicole Shallal, Hille Blesenkemper, Katrin Füchtmann und Jutta Kerkhoff die Hühner tanzen. In Gertrud Abbing hatten sie abermals eine geniale Choreografin gefunden. Immer lauter wurden die Zugaberufe, die auch erhört wurden.
Das Motto des diesjährigen Karnevals ließ für eine Kostümierung viel Freiheiten. Mit einem Präsent wurden die schönsten Kostüme prämiert: 3. Platz (der wuscheligste Bart und rundeste Bauch) Frank Füchtmann, 2. Preis (der gestiefelte Kater) Nils und Svenja Rüschoff, 1. Preis (die sieben Zwerge) Familie Schültingkemper.