Raiffeisen wächst nach Süden


Die Raiffeisen Hamaland plant die Verlegung ihrer Diesel-Tankstelle an den Venneweg (links). An der Ostseite (rechts) soll mittelfristig (frühestens 2014) eine neue Straße mit Anbindung an die Bahnhofstraße entstehen.
Die Raiffeisen Hamaland plant die Verlegung ihrer Diesel-Tankstelle an den Venneweg (links). An der Ostseite (rechts) soll mittelfristig (frühestens 2014) eine neue Straße mit Anbindung an die Bahnhofstraße entstehen.


Gescher. Die Raiffeisen Hamaland eG wird sich in den nächsten Jahren nach Süden entwickeln und die Anwohner der Raiffeisenstraße von Verkehr und Lärm entlasten. Im ersten Schritt plant die Genossenschaft eine Verlegung der Tankstelle an den Rand des Betriebsgeländes, voraussichtlich zum Venneweg. Mittelfristig soll eine neue Straße an der Ostseite des Geländes, die von der Stadt Gescher realisiert wird, die gesamte Erschließung spürbar verbessern. Durch Grundstückszukäufe vom südlich gelegenen Reiterhof und von der Stadt Gescher (insgesamt rund 10.000 Quadratmeter) will sich die Raiffeisen Hamaland die Möglichkeiten für eine betriebliche Expansion für die Zukunft sichern.

Mit ihren 56 Mitarbeitern (plus Aushilfen) hat die Genossenschaft im letzten Geschäftsjahr einen Rekordumsatz von 69,5 Millionen Euro erzielt. Martin Duesmann-Artmann (51), geschäftsführendes Vorstandsmitglied, ist auch für die nächsten Jahre optimistisch und möchte die Abläufe auf dem Betriebsgelände optimieren. Noch in diesem Jahr soll die Diesel-Tankstelle, an der Kunden rund um die Uhr per Karte tanken können, an den Venneweg verlegt werden. "Das wird eine kundenfreundliche Tankinsel, die von beiden Seiten angefahren werden kann", erläutert Duesmann-Artmann. Beim bislang vorgesehenen Standort am Venneweg (siehe Karte) spielt der Kreis allerdings wegen der Nähe zum dortigen Wohnheim nicht mit: Der nächtliche Lärmpegel sei zu hoch. Nun wird geprüft, ob sich das Problem durch eine Verschiebung der Tankstelle nach Süden lösen lässt. Bis zu 150.000 Euro will die Genossenschaft investieren. "Nach der Tankstellen-Verlegung können wir unser Betriebsgelände nachts endlich abschließen", hebt Duesmann-Artmann auf einen positiven Nebeneffekt ab.


Noch wichtiger ist das Straßenprojekt an der anderen Seite. Hier soll eine versetzte Verbindung von der August-Wessing-Straße bis zur Zufahrt Hof Wissing und weiter bis zur Bahnhofstraße entstehen. "Danach werden wir den Eingang unseres Raiffeisenmarktes und die zugehörigen Parkplätze nach Süden verlegen", sagt Duesmann-Artmann. Die Folge: Der Pkw-Verkehr der Marktkunden und die landwirtschaftlichen Transportfahrten werden entzerrt, die Raiffeisenstraße zwischen August-Wessing-Straße und Bahnhofstraße könnte als reiner Fuß- und Radweg gestaltet werden. "Die Klapperfahrten über das Kopfsteinpflaster der Raiffeisenstraße wären dann vorbei", weiß Duesmann-Artmann.

Frühestens 2014, schätzt Bürgermeister Hubert Effkemann, könnte die neue Straße kommen. "Zwei Jahre werden wir mindestens brauchen", sagte der Verwaltungschef mit Blick auf Planung und Finanzierung. Der Ausbaustandard sei noch offen. Das Projekt bedeute für die Genossenschaft und die nördlich gelegenen Wohnquartiere eine deutliche Verbesserung und sei Teil einer Gesamtkonzeption, wie die südlichen Gewerbegebiete in Gescher inklusive K.44n und Anschluss an die B.525 künftig erschlossen werden sollen. In der März-Sitzung des Bauausschusses werde die Verwaltung eine solche Studie präsentieren.



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