Josef Pöpping verlässt die Bütt


Bütt-Altmeister Josef Pöpping mit seinem Neffen Melvin, der als Nachwuchstalent überzeugte.
Bütt-Altmeister Josef Pöpping mit seinem Neffen Melvin, der als Nachwuchstalent überzeugte.


Gescher. Der "Altmeister" hat nichts verlernt, wird aber in Zukunft nicht mehr für "Brüller" im Saal sorgen. Letztmalig stand Josef Pöpping beim Seniorenkarneval in der Bütt und wurde nach seinem Auftritt mit tosendem Applaus verabschiedet.

Mit einem prall gefüllten Programm empfingen die Stadtkarnevalisten Gescher am Sonntag im Hotel Tenbrock ihre zahlreich erschienenen Gäste zum letzten Sitzungskarneval der laufenden Session. Prinz Günter II. (Kemna) kam in seiner noch jungen Amtszeit gleich voll auf seine Kosten. Nach der Begrüßung des Publikums durch Sitzungspräsident Manni Wies legte die Prinzengarde eine flotte Sohle aufs Parkett, sehr zur Freude vom "Chef", Prinz Günter II.


Hermi Pöpping stellte anschließend unter Beweis, dass er als Büttredner noch nichts verlernt hat, ein Feuerwerk guter Pointen brachte die Narren gleich in Stimmung. Die Bluepearls folgten mit einer überzeugenden Tanzdarbietung, die sie am kommenden Wochenende auch den Karnevalsfreunden in Raesfeld präsentieren werden. Christian Schlüter als "Till Eulenspiegel" stellte häufig die Frage: "Spieglein, Spieglein an der Wand, was passierte denn so in unserem Land". Die Antworten bekamen die Narren natürlich gleich mitgeliefert.

Weitere tolle Darbietungen der Roten Socken, der Bacchusjünger oder auch von Edeltraud Ening in der Bütt trieben die Stimmung im Saal weiter in die Höhe. Dann kam der "Altmeister", Josef Pöpping, Prinz Karneval im Jahr 1987, zu seinem letzten Auftritt in der Bütt. Er zog nochmals alle Register, dann war endgültig Schluss. Nach den ersten Anfängen Ende der 60er Jahre in der Nachbarschaft "Berliner Tor" war er auch bei der Premiere der Büttabende im Jahr 1978 im Saal Tenbrock mit von der Partie. Über viele Jahre begeisterte er die Narren, Pöpping war als Büttredner ein Aushängeschild des Gescheraner Karnevals. Vereinspräsident Günter Schlüter würdigte die Verdienste Pöppings in einer kurzen Laudatio, bevor er die Bühne unter tosendem Applaus des Publikums in Begleitung seiner Familie für immer verließ.

Den Schlusspunkt einer stimmungsvollen Sitzung setzten die Kolpingfrauen mit einer Schwarzlichtshow, bevor zum "Herz von Münsterland" das große Finale alle Akteure auf die Bühne bat.



14 · 02 · 12





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