Zwei zusätzliche Stellplätze bewilligt


Die Sackgasse An der Gräfte steht vor dem Endausbau.
Die Sackgasse An der Gräfte steht vor dem Endausbau.


Gescher (js). Hoch her ging es im Bauausschuss, als der Straßenausbau An der Gräfte diskutiert wurde. Die Anlieger hatten zusätzliche Pkw-Stellplätze gefordert - und erhielten Unterstützung aus der Politik. Sechs Stellplätze hatte die Verwaltung vorgesehen, nun sollen es acht werden. Mit diesem Kompromiss "können und müssen wir leben", sagte Berni Melis gestern. Dennoch trete er als Sprecher eines Teils der Gräfte-Anlieger zurück. Sein Vorwurf: Ein konstruktiver Dialog mit der Stadtverwaltung sei aus seiner Sicht nicht möglich. Bis heute warte er auf die Beantwortung eines Schreibens, das er Ende Oktober an die Stadt geschickt habe.

Ungeachtet dieser Begleiterscheinungen wird die Sackgasse An der Gräfte ab Mai/Juni planmäßig ausgebaut. Vorgesehen ist eine Pflasterstraße ohne Einbauten, die durch Stellplätze und Grünbeete gegliedert wird. Kinderspiele seien in diesem verkehrsberuhigten Bereich überall erlaubt, Autofahrer müssten Schrittgeschwindigkeit fahren, erläuterte Planer Albert Könning. Bis Ende 2012 solle der Ausbau abgeschlossen sein. In Relation zu den Wohneinheiten sei die Zahl von sechs öffentlichen Pkw-Stellplätzen - ursprünglich waren nur vier vorgesehen - durchaus komfortabel.


An diesem Punkt entzündete sich die Diskussion. Ausschussvorsitzender Günter Schültingkemper (CDU) verwies auf die Forderungen der Nachbarn und zeigte zwei Möglichkeiten auf, wo zusätzliche Stellplätze angelegt werden könnten. Hier hätte er sich eine bessere Abstimmung zwischen Verwaltung und Bürgern gewünscht, so Schültingkemper. Ein ausreichendes Parkplatzangebot sei "enorm wichtig", meinte auch Klaus Kallaus (SPD). Gregor Kösters (UWG) verwies auf die Möglichkeit, Grunderwerb für die Schaffung von Parkraum zu tätigen. "Das geht zu weit", urteilte Bürgermeister Hubert Effkemann. Wenn man jetzt noch in geltendes Planungsrecht eingreife, sei der Straßenausbau für 2012 "gestorben". Wenn die Zahl der Pkw-Stellplätze von sechs auf acht erhöht werde, entspreche dies den Wünschen der Anlieger. Letzte Korrekturen vor Ort seien wie üblich noch in der Bauphase möglich. Am Ende wurde das Bauprogramm bei zwei Gegenstimmen (UWG) beschlossen. Die Anlieger erfuhren auch, welche Kosten in etwa auf sie zukommen: Fachbereichsleiter Dieter Mayrberger prognostizierte einen Beitragssatz von 26,36 Euro pro Quadratmeter Grundstücksfläche.



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