Zwischen Parkbank und Reeperbahn


Mit einem Zigeunertanz und weiteren Darbietungen begeisterte die Folklore-Tanzgruppe aus Hochmoor die "wilden Weiber" in der Turnhalle. Fotos: André Nitsche
Mit einem Zigeunertanz und weiteren Darbietungen begeisterte die Folklore-Tanzgruppe aus Hochmoor die "wilden Weiber" in der Turnhalle. Fotos: André Nitsche


Hochmoor (bv). Auch in Hochmoor waren die "Weiber" jetzt außer Rand und Band. In Versform begrüßte kfd-Teamsprecherin Stephanie Kreulich die jecken Frauen in der großen Sporthalle zum Altweiberkarneval. In tollem Outfit und passendem Ambiente wartete man gespannt auf das, was die zahlreichen Akteure für ihre Gäste "erarbeitet" hatten.

Bühne frei für eine märchenhafte kfd-Busreise hieß es gleich zum Auftakt, angeführt von Anne Kerkfeld, die mit Bezirksfrauen und weiteren Gästen Reiselieder anstimmte. Nach einer ausgiebigen Kaffeetafel wartete die kfd-Folkloretanzgruppe unter Leitung von Hiltrud Frohne mit einem Tanz der Schneefrauen auf. Was mit einer etwas anderen Entwicklungshilfe gemeint ist, das vermittelten Anne Kerkfeld und Maria Schücking gekonnt auf Platt und berichteten über einen Besuch in Hamburg mit Musical Cats und Abstechern zu Reeperbahn und Herbertstraße. Viele Lacher und Applaus waren ihnen damit sicher.


Micki Krause alias Maria Schymonick riss mit "Schatzi, schenk mir ein Foto" die Karnevalisten von den Stühlen. Zwischendurch erwies sich Stephanie Kreulich, die gekonnt durch das Programm führte, immer wieder auch als versierte Büttrednerin. Wie es Andrea Kröger mit den Beziehungen zu den Männern ergangen ist, das wusste sie gekonnt darzustellen.


Unterhaltsame Erlebnisse auf einer Parkbank setzten diese Akteurinnen gekonnt in Szene.
Unterhaltsame Erlebnisse auf einer Parkbank setzten diese Akteurinnen gekonnt in Szene.


Ein weitere Mal legte die Folklore-Tanzgruppe eine kesse Sohle aufs Parkett mit einem Zigeunertanz. Was man auf einer Parkbank so alles erleben kann, das vermittelten Maria Schücking, Anneliese Dumpe, Anne Kerkfeld, Margret Gröning und Ruth Bitting mit viel Witz. Als Rapper traten die Frauen von der Nachbarschaft Witte Venn auf und stellten fest: "Wer sich nicht wehrt, kommt an den Herd." Der Strickclub begab sich als "Schlafzimmerstürmer" in langen Nachthemden auf die Bühne. Aus Havixbeck "importiert" war eine 11-köpfige Frauengruppe, die als Lady Power für Furore sorgte. Sie wurden ebenso mit Orden ausgezeichnet wie alle anderen Künstler.


In bester Stimmung verfolgten die kostümierten Närrinnen das bunte Programm auf der Bühne.
In bester Stimmung verfolgten die kostümierten Närrinnen das bunte Programm auf der Bühne.


"De Höhner" gibt es nicht nur in Köln, sondern auch in Hochmoor - gekonnt imitiert von den musikalischen Männern vom Witte Venn. Danach zog die Karawane um die Tische herum durch die Halle. Alle warteten auf die Stadtgemeinschaft der Karnevalisten aus Gescher mit Prinz Günter II. (Kemna) mit Standartenträger, Rote Socken, Altprinzen, Prinzengarde und dem Männerchor "Vocal Total" als krönenden Abschluss dieser vierstündigen Veranstaltung. "Ob Sonne, Schnee oder Regen, Karneval ist ein wahrer Segen", verkündete Prinz Günter in seiner Rede, und die Sänger von Vocal Total nahmen mit "Kucharz und der Esel" die jüngsten Gescheraner Geschehnisse auf die Schippe.

Ein großer Wermutstropfen wurde allen beschert mit der Bekanntgabe von Stephanie Kreulich, dass es sich bei diesem Fest um die letzte Sause in der Halle gehandelt habe. Allen Akteuren und Helfern galt großer Dank für eine große Leistung.



17 · 02 · 12





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