Gescher. Super? Wohl kaum. "Die Kunden schimpfen an den Zapfsäulen: Viel zu teuer. Kann man ja nicht mehr bezahlen." So hört es Ingrid Pennekamp, Inhaberin der Tankstelle Schweers-Pennekamp an der Armlandstraße, zurzeit täglich. Mit kleinen Tricks versuchen die Pkw-Fahrer der Preisspirale nach oben ein Schnippchen zu schlagen: "Sie tanken nur noch für zehn oder 15 Euro. Warten auf den Moment, da der Preis nach unten rutscht." Aber da muss man aufpassen wie ein Luchs. Denn bis zu viermal täglich hätten sich in der letzten Zeit die Preistafeln bewegt, heißt es bei Pennekamp. "Früher war das Tanken montags meist günstiger. Heute ist das kaum noch vorhersehbar. Vielleicht ist der Donnerstag noch ein guter Tank-Tag", so Ingrid Pennekamp. Mancher Gescheraner würde den Ausflug in die Niederlande nutzen, um den Tank zu füllen. Und junge Leute nähmen die Preisentwicklung meist gelassener hin als ältere. Ob sich die Spirale bald wieder nach unten bewegt? Bei Pennekamp glaubt man das nicht: "Die Iran-Krise spricht dafür, dass das Gegenteil der Fall sein wird."
Das sieht auch Fahrlehrer Hartmut Bröckerhoff so. Also sei Spritsparen die einzige Chance. Wie das geht, wenn man das Steuer nicht mit dem Fahrradlenkrad tauschen kann? "Nicht aggressiv, sondern vorausschauend fahren", rät Bröckerhoff. Den Wagen etwa vor Ampeln langsam auslaufen lassen, den Gang nicht beziehungsweise spät herausnehmen, denn "im Leerlauf verbraucht das Auto mehr", so Bröckerhoff.