-job- Kreis Borken. Jugendliche vor dem Fall in die Abhängigkeit von Drogen zu bewahren, ist eine wichtige Sache. Wie sich die einzelnen Behörden und Fachleute dabei gegenseitig unterstützen könne, das war gestern im Kreishaus Thema der Fachtagung „Jugend s(S)ucht Hilfe“, zu der der Landschaftsverband (LWL) in Zusammenarbeit mit dem Kreis eingeladen rund 100 Teilnehmer hatte. Wichtigstes Fazit: Weil Hilfesysteme wie Jugend- und Suchthilfe sich häufig getrennt voneinander um Problemgruppen kümmerten, müsse man mehr zusammenarbeiten.
Wie so was aussehen kann, das erläuterte Reinhild Wantia vom Fachbereich Gesundheit des Kreises am Beispiel des „KatertALK“. Bei diesem Projekt arbeiten Krankenhäuser, Kreis Borken und der SKM zusammen. Jugendliche, die nach einem Vollrausch im Krankenhaus landen, werden dabei - die Zustimmung der Eltern vorausgesetzt - binnen drei Tagen nach der Alkoholvergiftung zum Gespräch mit den Projektbeteiligten gebeten. Im Vorjahr hatten 16 der 33 im Bocholter Krankenhaus eingelieferten jugendlichen „Schnapsleichen“ das Gespräch gesucht. In diesem Jahr machen alle Krankenhäuser im Kreis mit - mit steigenden Gesprächszahlen.