„Ess-Kult-Tour“ an der Verbundschule

Was macht das „E“ im Essen ?


Bei der Auswertung des Stationenlaufs (v. l.): Antonio Schultewolter und Patrick Blomen tragen vor, wie sie ein Pesto selbst gemacht haben. Ernährungswissenschaftlerin Theresia Hericks von der Verbraucherzentrale moderiert das Gespräch der Schüler. Foto:
Bei der Auswertung des Stationenlaufs (v. l.): Antonio Schultewolter und Patrick Blomen tragen vor, wie sie ein Pesto selbst gemacht haben. Ernährungswissenschaftlerin Theresia Hericks von der Verbraucherzentrale moderiert das Gespräch der Schüler. Foto:
(Frank Zimmermann)


Heek-Nienborg - Kräuter, Kerne, Nüsse und Olivenöl haben Antonio Schultewolter und Patrick Blomen zu einem Pesto verarbeitet. „Einmal hat der Mixer gestreikt“, berichtet Antonio über einen kritischen Moment. Aber das Endergebnis ist dann doch gut gelungen. So gut, dass die Mitschüler beim Vergleich des selbst gemachten Pestos mit einem aus dem Glas mehrheitlich zu dem Schluss kamen, dass das frische eindeutig besser geschmeckt hat.

Für einen Vormittag wurden die Siebtklässler an der Kreuzschule gestern unter anderem zu „Chefköchen“, „Spurensuchern“ und „Snack-Checkern“. Denn die „Ess-Kult-Tour“ der Verbraucherzentrale NRW machte Station an der Verbundschule. „Ich habe das Projekt an die Schule geholt, weil ich das Konzept gut finde und es gut zu meinem Unterricht passt“, erklärt die Diplom-Ökotrophologin Kornelia Ninhaus. Sie unterrichtet an der Kreuzschule Ernährungserziehung und leitet die Mensa.


Hintergrund der Aktion: Junge Leute entscheiden häufig nur nach Geschmack, was sie essen, futtern Fertiggerichte und Fastfood. Was alles drin ist in ihrem Essen, ob es ungesund ist und die Umwelt belastet, kümmert dabei die Wenigsten. Hier setzt der Workshop der Verbraucherzentrale an, er motiviert die Schüler, die Welt der Lebensmittel zu erkunden. Und so finden die Siebtklässler an diesem Morgen zum Beispiel heraus, was es mit den ganzen „E“s auf sich hat, die klein gedruckt in der Zutatenliste abgedruckt sind. Und während an einem Tisch die „Snack-Checker“ die Energiebilanz von Mahlzeiten überprüfen, wird an einer anderen Station die Werbung für ein Müsli unter die Lupe genommen.

Natürlich haben die Schüler sich im Unterricht - etwa in Hauswirtschaft und Biologie - bereits mit dem Thema Ernährung beschäftigt. „Die Schüler machen aber mit großer Freude etwas Praktisches“, sagt Schulleiterin Martina John. Diese Rückmeldung kennt auch die Diplom-Ökotrophologin Theresia Hericks von der Verbraucherzentrale. Allerdings nur von Kolleginnen. Denn obwohl die „Ess-Kult-Tour“ NRW-weit sehr gut angenommen werde, konnte Hericks die Tour im Kreis Borken erst an einer einzigen Schule präsentieren: gestern, an der Kreuzschule.

VON FRANK ZIMMERMANN, GRONAU


16 · 02 · 12





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