Workshop in der Landesmusikakademie

Abschied von „Jay Jupiter“


Andreas Michel gab den Teilnehmern praktische Tipps zum professionellen Trompete spielen. Foto:
Andreas Michel gab den Teilnehmern praktische Tipps zum professionellen Trompete spielen. Foto:
(Martin Mensing)


Heek-Nienborg - Sehr viel Wehmut durchflutete vergangene Woche den Kursraum in der Landesmusikakademie. Die Kreisdirigentin Vera Lammers und Manfred Bengfort, Leiter der „Jay-Jupiter-Workshop-Academy“ aus Marburg, begrüßten die 25 Teilnehmer und zwei Dozenten zu den Kursen „Magic Tones - Improvisieren leicht gemacht“ und „Professioneller Trompete spielen und Profitipps zur Instrumentenwahl“.

Der siebte war zugleich der letzte Lehrgang, den der Kreisverband Borken mit der „Workshop-Academy“ in dieser Form durchgeführt hat. „In nahezu hundert Jay-Workshops in drei Jahren haben die hochkarätigen Dozenten ihr Wissen an unzählige Musikerinnen und Musiker im gesamten Bundesgebiet weitergegeben“, erklärte Manfred Bengfort. Die Firma „Jupiter“ wird zukünftig ihr Augenmerk auf den Fachhandel legen, beschrieb Bengfort die Neuausrichtung des Unternehmens.


Bei Vera Lammers und Manfred Bengfort überwog die Freude über die erfolgreiche Zusammenarbeit in all den Jahren, in denen viele Kontakte geknüpft wurden. „Wir werden auch zukünftig derartige Fortbildungen anbieten“, sagte Vera Lammers. Sie hat schon erste Zusagen von hochkarätigen Dozenten.

„Die Arbeit mit den Profis war schon etwas Besonderes“, blickt die Nienborgerin zurück. Die Dozenten seien immer mit sehr viel Freude am Werk gewesen.

Auch vergangene Woche waren wieder zwei Profimusiker als Dozenten dabei, die aus ihrem großen Fundus viele wertvolle Tipps für die Teilnehmer mit nach Nienborg gebracht hatten. Paul Schütt erarbeitete mit den Musikern „Magic Tones“, ein Modell, mit dem komplizierte harmonische Abläufe auf einen Punkt gebracht werden. Auf schnelle und unkomplizierte Weise erlernten die Teilnehmer einen Weg zum Improvisieren. Der studierte Musiker Schütt spielte in verschiedenen Big Bands des SWR, NDR, RIAS Berlin oder bei Max Greger, Paul Kuhn sowie Peter Herbolzheimer. Neben seiner Tätigkeit als Jazzposaunist, Big-Band-Leader, Komponist, Arrangeur und Dozent betreibt er ein Tonstudio und publiziert Fachbücher.

Dass Andreas Michel ein hoch geschätzter klassischer Trompeter ist, erfuhren die Teilnehmer des zweiten Workshops. Mit einem Solostück zur Einstimmung und weiteren Einlagen stellte der Diplom-Orchester-Musiker die hohe Kunst des Trompetenspiels dar. Michel machte deutlich, dass viele Komponenten wie Atmung, Ansatz und Technik von großer Wichtigkeit sind, um das Instrument professionell zu spielen. „Es ist wichtig, verschiedene Übungen ständig zu variieren und nach einer Checkliste zu üben, auch, wenn das mal keinen Spaß bereitet.“

 

VON MARTIN MENSING, GRONAU


21 · 02 · 12





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