Erste Niederlage für TC BW Bocholt nach zwölf Jahren!


Zwei Niederlagen kassiert: Anouk Sterk vom TC BW WE Bocholt musste sich am Samstagabend im Einzel und anschließend auch im Doppel beugen.
Zwei Niederlagen kassiert: Anouk Sterk vom TC BW WE Bocholt musste sich am Samstagabend im Einzel und anschließend auch im Doppel beugen.
(Foto: ken)


Bocholt/Essen. Nach zwölf Jahren (!) hat es den TC Blau-Weiß WattExtra Bocholt wieder erwischt: Der Seriensieger in der Tennis-Niederrheinliga der Damen musste sich am Samstagabend zum ersten Mal wieder beugen. Das Team um Mannschaftsführer Hartmut Bielefeld verlor mit 2:4 (2:2) Punkten beim ETuF Essen.

„Wir haben verdient verloren. Essen hat mit mehr Herzblut gespielt. Ich habe mir aber nichts vorzuwerfen, weil ich ein sehr gutes Team aufgeboten habe“, so Bielefeld. „Es war eine ganz enge Kiste. Wir hätten auch gewinnen können oder mindestens ein Unentschieden erzielen können“, führte er aus. Drei der fünf Sätze in den beiden abschließenden Doppeln gingen nämlich erst im Tie-Break verloren. Zudem haben hatten die Bocholterinnen drei Matchbälle vergeben. Überhaupt gingen alle sechs Spiele über mehr als zwei Stunden.


Bielefeld konnte der Schlappe aber auch eine gute Seite abgewinnen: „Endlich hat jemand mal sein bestes Team gegen uns aufgeboten und wollte unbedingt unsere Siegesserie stoppen. Die Spiele standen auf dem höchsten Niveau, das ich seit Jahren im Winter gesehen habe“, so Bielefeld, der anfügte: „Endlich hat es mal jemand geschafft, uns zu schlagen. Endlich ist die Belastung vorbei, nicht verlieren zu dürfen. Dadurch wird die Liga viel spannender und vier, fünf Mannschaften können jetzt noch Niederrheinmeister werden.“

ETuF Tennisriege Essen habe besser gespiel als je zuvor. Und der Gegner würde ja schließlich im Somme ja auch in der neustrukturierten Zweiten Bundesliga spielen. „Unsere Niederlage wird auch im Hinblick auf die Sommersaison nicht ohne Auswirkungen bleiben. Das soll keine Drohung, sondern nur eine Feststellung sein“, so Bielefeld.

Man könne auch aus Niederlagen lernen, so Bielefeld. „Wir werden jetzt auch nicht verzweifeln oder untergehen. Andere Teams können auch Tennis spielen. Aber Essen hat mich schon überrascht“, so Bielfeld.

Die Essenerinnen führten nach dem Triumph wahre Freudentänze auf, allen voran Imke Küsgen, die vorher in Diensten des TC Blau-Weiß WattExtra Bocholt stand. Sie hatte zwar ihr Einzel gegen Chayenne Ewijk 2:6, 2:6 verloren, gemeinsam aber mit Darija Jurak das Doppel gegen Marlot Meddens/Chayenne Ewijk 2:6, 7:6,7:6 gewonnen. Meddens hatte zuvor Jurak 6:4, 0:6, 7:6 bezwungen. Die beiden starken Niederländerinnen Angelique van der Meet und Wilhelmine Bernice van de Velde hatten das andere Doppel für Essen gegen Vanessa Henke und Anouk Sterk 7:5, 7:6 gewonen.

Im Einzel hatte Anouk Sterk beim 3:6, 2:6 gegen Wilhelmine Bernice van de Velde enttäuscht. Aber auch die zweite Niederländerin im Essener Team, Angelique van der Meet, hatte beim 6:3, 7:5 gegen Vanesse Henke eine ganz starke Leistung geboten - sie war schließlich eine mögliche Kandidatin für den Bocholter Bundesligakader im Sommer, wie Hartmut Bielefeld gestern erklärte.



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