Maria Veen (pd). "Immer, wenn ich Probleme habe, befinde ich mich vor der offenen Kühlschranktür." Diesen Stoßseufzer haben Friedrich Meckmann und Harald Schmereim schon von vielen jungen Leuten im Berufsbildungswerk des Benediktushofes Maria Veen gehört. Das sei nicht verwunderlich, meinen die Pädagogen, denn das Berufsbildungswerk für körperlich behinderte junge Menschen sei Spiegelbild der Gesellschaft.
Die Zahl übergewichtiger Menschen in der Bevölkerung nimmt zu. Im Berufsbildungswerk absolvieren rund 300 junge Menschen mit Behinderung eine Ausbildung. Meckmann und Schmereim wollen diesem Moppel-Trend entgegenwirken. Schmereim (55) ist Sozialpädagoge und Supervisor, Meckmann (43) Diplom-Sportlehrer. Mit Kollegen anderer Fachrichtungen haben die beiden ein Bildungsmodul namens GiB für stark übergewichtige junge Auszubildende im Benediktushof entwickelt. GiB steht für Gesundheit im Benediktushof. In der Zeitschrift "Berufliche Rehabilitation", dem Fachorgan der Bundesarbeitsgemeinschaft der Berufsbildungswerke, haben sie ihr Modell vorgestellt.