Zweite Deutsche Meisterschaft im Speed-Rodeo auf dem Hof Pettendrup

Cowboys mit rasanten Ritten


Schnelligkeit und Geschicklichkeit sind beim Speed-Rodeo gefragt. Foto: Archiv
Schnelligkeit und Geschicklichkeit sind beim Speed-Rodeo gefragt. Foto: Archiv


Billerbeck. Staub wird durch die Hufe der galoppierenden Pferde aufgewirbelt. Die Reiter tragen große Hüte, Fransenhosen und Cowboystiefel. Sehen eben aus wie echte Cowboys. Doch dieses Bild bietet sich nicht etwa mitten in der amerikanischen Prärie. Nein. Dieser "Wilde Westen" ist mitten in Billerbeck, und zwar auf dem Hof Pettendrup (Alstätte 30). Dort findet die zweite Auflage der Deutschen Meisterschaft im Speed-Rodeo statt.

Speed-Rodeo kommt aus Nordamerika und ist eine Art Westernreiten. Die Teilnehmer absolvieren mit ihren Pferden auf einem speziell hergerichteten Parcours fünf Disziplinen. Bei der Königsdisziplin "Barrel Race" geht es zum Beispiel darum, um Fässer herumzureiten. Beim "Flag-Race" muss man aus sandgefüllten Eimern, die auf Fässern stehen, eine Fahne ziehen, die man in den Eimer auf dem nächsten Fass wieder hineinstecken muss. All das geht auf Zeit, und wer Stangen oder Fässer anrempelt, muss Strafsekunden hinnehmen.

Am Samstag (9..6.) ist es soweit: Dann kommen Speed-Rodeoreiter vorwiegend aus ganz Nordrhein-Westfalen wie beispielsweise aus Düsseldorf und Dortmund in Billerbeck zusammen. "Aber auch aus dem Emsland und sogar aus Hamburg erwarten wir Reiter", sagt Markus Erger, der mit 50 bis 60 Teilnehmern rechnet. Der Metallbaumeister ist selbst seit sieben Jahren passionierter Rodeo-Reiter und Mitglied im Verein "Limited Rodeo Riders". Drei bis fünf Mal pro Woche trainiert er mit seinem Pferd auf dem Reitplatz für den bevorstehenden Wettkampf. Schnell und geschickt müssen Reiter und Pferd sein. Die Tiere können dabei eine Geschwindigkeit von bis zu 50 Kilometern pro Stunde erreichen. "Wie schnell die Tiere sind, kommt auch darauf an, wie groß der Platz ist", betont Erger, der sich schon riesig auf das Spektakel freut.

Mit von der Partie wird auch Verena Pettendrup sein. Die Billerbeckerin, die sich sonst eher dem Springreiten (Englisch) verbunden fühlt, ist vom Speed-Rodeo voll und ganz angetan. "Alleine die Atmosphäre ist schon etwas ganz Außergewöhnliches", sagt sie. Bereits im vergangenen Jahr hat sie an dem Turnier teilgenommen. "Alle sind vollkommen locker. Es geht untereinander freundschaftlich zu. Das Englisch-Reiten ist steifer." Speed-Rodeo könne sie nur empfehlen.

Der Startschuss für die Speed-Rodeo-Meisterschaft in Billerbeck fällt um 12 Uhr. Unterteilt in sechs verschiedenen Klassen - darunter sind drei Kinder- und drei Erwachsenenklassen - treten die Teilnehmer gegeneinander an. Auf die Sieger der Kinder- und Jugendklassen wartet eine Ferienwoche auf einem Reiterhof als Preis. "Aber auch Pokale und Geldpreise gibt es zu gewinnen", informiert Verena Pettendrup. Reiter, die gerne mal Speed-Rodeo ausprobieren möchten, haben an diesem Tag auch die Möglichkeit dazu. Angeboten wird nämlich eine Schnupperklasse. Zuschauer sind natürlich willkommen, um die Reiter anzufeuern. Auch Anmeldungen sind noch möglich - sogar noch am Wettbewerbstag. Informationen zu den Teilnahmebedingungen finden Interessierte auf der Internetseite des Vereins "Limited Rodeo Riders". | www.limitedrodeoriders.com



20 · 05 · 12





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