Coesfeld (ude). Der Anwohner von der Bahnhofstraße, der sich gestern in der Redaktion meldet, ist sauer. "Bis weit nach Mitternacht dröhnten die Bässe", beschwert er sich über die Lautstärke bei der Stephanus-Party im alten Güterbahnhof. Irgendwann hat er die 110 gewählt - "einer von zahlreichen Anrufern", die sich nach Angaben der Polizei mit Beschwerden "über erhebliche Ruhestörung" gemeldet hätten. Bis zur Daruper Straße einerseits und auf die Hengte andererseits soll die Musik geschallt haben.
Hinweise, dass die Veranstalter sich nicht an die von der Stadt genehmigten Werte gehalten hätten, liegen aber nicht vor. "Bei uns sind keine Beschwerden eingegangen", so Stadtsprecherin Dorothee Heitz. Weil die Party nicht im geschlossenen Raum, sondern zum Teil im abgetrennten Außenbereich stattgefunden habe, hätten die Kollegen für die Genehmigung Werte zugrundegelegt, die für Zeltpartys gelten. Bei Begehungen in den Tagen vorher seien Lärmemissionen gemessen und die gesetzlich vorgeschriebene Lautstärke abgeklärt worden. Bis 3 Uhr war die Party genehmigt. "Wir hatten Testgeräte im Einsatz", versichert Erdal Öztokac, Mitveranstalter und Eigentümer des Gebäudes. Um 2.30 Uhr habe man Schluss gemacht. Sein Fazit: "Die Party war ruhig. Alles perfekt."




