Billerbeck. Dass der junge Mann Hummeln im Hintern hat, ist ganz offensichtlich. Kopfüber stürzt er sich vom Sofa, wohl wissend, dass Mama ihn an den Fußfesseln absichert. Curtis entdeckt für sich gerade das Laufen. Nichts ist vor ihm sicher, was nicht niet- und nagelfest ist. Eine spannende Phase, allerdings nicht nur für ihn. Yvonne Wübbeling lässt den kleinen Blondschopf sachte auf den Boden gleiten. Amüsiert - fast so, als gäbe es da gerade einen kleinen Widerspruch - erklärt sie den Namen ihres 13-monatigen Sprosses: "Curtis bedeutet: Der den Frieden bringt". Und schwupps, schon hat ihr Sohn die Schale mit Walnüssen vom Tisch gekapert, die nun in alle Richtungen durch die Wohnung rollen.
Die junge Mutter ist 29 Jahre alt und alleinerziehend. Eine Atlas-Blockade machte Curtis einige Zeit zu schaffen. Er fand wenig Ruhe und Schlaf, seine Mutter dementsprechend auch. Da war sie riesig froh, dass Curtis Kinderarzt sie mit dem "wellcome-Projekt" bekannt machte.