Billerbeck - Eigentlich wollte die 45-jährige Billerbeckerin mit ihren beiden Hunden nur spazieren gehen, die Regenpause am vergangenen Sonntagnachmittag einfach mal ausgiebig nutzen. An einem Waldstück in Richtung "Ewigkeit" - im Bereich des Wirtschaftsweges, der vom neuem Friedhof zur Bahnbrücke führt - machte die Frau einen grausigen Fund: Mehrere Tierkadaver, die auf einem Haufen lagen, entdeckte sie in einem Gebüsch.
"Als ich den Fleischhaufen von Weitem gesehen habe, bin ich aus Neugierde näher rangegangen. Ich habe erst gedacht, dass dort ein gerissenes Tier liegt", erzählt die 45-Jährige, die seit einem Jahr in Billerbeck lebt und ihren Namen nicht nennen möchte. "Bei näherer Betrachtung sieht man aber, dass es sich um Kleintiere handeln muss. Vier verschiedene Felle kann man erkennen." Ihre Vermutung: Bei den toten Tieren könnte es sich um Katzen handeln. "Kaninchen haben nicht so ein Fell und keinen länglichen, dünnen Schwanz", sagt sie. Das Erschreckende: Allen Tieren ist der Kopf abgetrennt worden, sogar ein einzelnes Tierbein liegt neben den Kadavern.
"Ich war total schockiert und erschrocken als ich das gesehen habe", erzählt die Billerbeckerin, die einem Tierarzt Bilder der Tierkörper zeigen möchte. "Es sieht so aus, als hätte jemand die Tiere auf bestialische Weise verstümmelt und einfach weggeschmissen." Sofort habe sie die Polizei gerufen und zwei Beamten die toten Tiere gezeigt. Die verständigten das Ordnungsamt der Stadt Billerbeck. "Es sind definitiv keine Wildtiere", so Alfons Krause, Mitarbeiter bei der Stadt Billerbeck. Und: "Eine solche Entsorgung von Tieren ist illegal", betont er. Der Eigentümer des Grundstücks, ein Landwirt, hat gestern Nachmittag die toten Tiere entfernt. Auch er weiß nicht, wer die kadaver dort abgelegt hat. Die Chancen, dies herauszufinden, stehen schlecht.