Coesfeld. Als Josef Niewerth den Stadtpark betritt, watscheln ihm die Enten wie gewohnt hinterher. "Anscheinend hast du sie nicht genug gefüttert!", ruft er Adolf Höning zu und schmunzelt. Nach zirka 20 Jahren hat er das Ehrenamt, die Enten zu pflegen und zu füttern, zum 1. Februar mit einem lachendem und einem weinendem Auge an Höning abgegeben.
Niewerth hat den Bestand über die Jahre immer wieder erweitert und viel Zeit und Geld in sein Hobby investiert. So kamen durch ihn auch einige exotische Enten in den Coesfelder Stadtpark. Zum Beispiel Mandarin- und Brautenten. "Zwischenzeitlich lebten sogar an die 20 verschiedene Arten hier", berichtet er. Heute sind es noch zehn Arten. Er hat sich über die Jahre in seiner Aufgabe immer bestätigt gefühlt, da er auch positive Rückmeldungen von den Bürgern bekommen hat. "Nun bin ich der Meinung, dass ich alt genug bin", sagt der 76-Jährige lachend. Sein Bein macht ihm zu schaffen, deshalb hat er das Amt an seinen ein Jahr älteren Nachfolger abgegeben. Dieser hat früher selber Vögel gezüchtet. Damit sei er ein idealer Nachfolger, wie Niewerth feststellt: "Es ist wichtig, dass die Aufgabe nicht von Leuten übernommen wird, die von der Materie keine Ahnung haben."