Enten in guten Händen


Adolf Höning (M.) kümmert sich seit dem 1. Februar um die Enten im Stadtpark. Übernommen hat er das Ehrenamt von Josef Niewerth (r.) Darüber freut sich auch Theodor Reckert (Leiter des Baubetriebshofes). Foto: Anissa Zoghlami
Adolf Höning (M.) kümmert sich seit dem 1. Februar um die Enten im Stadtpark. Übernommen hat er das Ehrenamt von Josef Niewerth (r.) Darüber freut sich auch Theodor Reckert (Leiter des Baubetriebshofes). Foto: Anissa Zoghlami


Coesfeld. Als Josef Niewerth den Stadtpark betritt, watscheln ihm die Enten wie gewohnt hinterher. "Anscheinend hast du sie nicht genug gefüttert!", ruft er Adolf Höning zu und schmunzelt. Nach zirka 20 Jahren hat er das Ehrenamt, die Enten zu pflegen und zu füttern, zum 1. Februar mit einem lachendem und einem weinendem Auge an Höning abgegeben.

Niewerth hat den Bestand über die Jahre immer wieder erweitert und viel Zeit und Geld in sein Hobby investiert. So kamen durch ihn auch einige exotische Enten in den Coesfelder Stadtpark. Zum Beispiel Mandarin- und Brautenten. "Zwischenzeitlich lebten sogar an die 20 verschiedene Arten hier", berichtet er. Heute sind es noch zehn Arten. Er hat sich über die Jahre in seiner Aufgabe immer bestätigt gefühlt, da er auch positive Rückmeldungen von den Bürgern bekommen hat. "Nun bin ich der Meinung, dass ich alt genug bin", sagt der 76-Jährige lachend. Sein Bein macht ihm zu schaffen, deshalb hat er das Amt an seinen ein Jahr älteren Nachfolger abgegeben. Dieser hat früher selber Vögel gezüchtet. Damit sei er ein idealer Nachfolger, wie Niewerth feststellt: "Es ist wichtig, dass die Aufgabe nicht von Leuten übernommen wird, die von der Materie keine Ahnung haben."


Hönings Nichte hat ihn auf die Idee gebracht, "ich dachte mir gleich, dass das eine schöne Aufgabe für mich ist." Der gebürtige Coesfelder ist erst gerade von Nottuln wieder zurück in die Kreisstadt gezogen. Er ist froh, seine Freizeit mit der Pflege der Enten sinnvoll füllen zu können. Wie viel Zeit er investieren wird, kann er zurzeit noch nicht einschätzen. "Vielleicht ein bis zwei Stunden am Tag."

"Vor allem die Kinder sind von den Tieren begeistert", sagt Theodor Reckert, Leiter des Baubetriebshofes, und bestätigt damit das Engagement der Männer. Ohne dieses könnte die Stadt den Ententeich nicht in dieser Form erhalten. So haben alle Bürger etwas davon, stellt Höning fest. Das Futter wird gestellt und auch um die Unterhaltung des Teiches kümmert sich die Stadt. Ansonsten ist es eine ehrenamtliche Tätigkeit. Und die muss täglich ausgeführt werden. Zu den Aufgaben gehört, dass der Bestand auf kranke Tiere kontrolliert wird und ungeeignetes Futter, welches von den Parkbesuchern stammt, entfernt werden muss.



08 · 02 · 12





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