Nachwuchsförderung

Innenminister zu Gast in Dülmen


NRW-Innenminister Ralf Jäger trug sich im Beisein von Bürgermeisterin Lisa Stremlau, dem SPD-Landtagsabgeordneten André Stinka (l.) sowie dem CDU-Landtagsabgeordneten Werner Jostmeier (r.) ins Goldene Buch der Stadt ein.
NRW-Innenminister Ralf Jäger trug sich im Beisein von Bürgermeisterin Lisa Stremlau, dem SPD-Landtagsabgeordneten André Stinka (l.) sowie dem CDU-Landtagsabgeordneten Werner Jostmeier (r.) ins Goldene Buch der Stadt ein.
(Claudia Marcy)


Dülmen. Nachwuchs wird knapp. Nicht nur Vereine und die Wirtschaft machen sich über die Rekrutierung junger Kräfte Gedanken. Auch bei der Feuerwehr gerät dieses Thema in den Fokus. NRW-Innenminister Ralf Jäger, der gestern auf Vermittlung des SPD-Landtagsabgeordneten André Stinka für einen mehrstündigen Besuch in Dülmen war, diskutierte mit Vertretern der Verwaltungen sowie der Feuerwehren aus dem Kreis Coesfeld über Möglichkeiten, junge Menschen für dieses Ehrenamt zu begeistern. Denn: Während in den Großstädten die Berufsfeuerwehr den Brandschutz übernimmt, ist dies im ländlichen Raum die Aufgabe der Freiwilligen Wehr. Wie junge Menschen für das Ehrenamt in der Freiwilligen Feuerwehr zu begeistern und zu interessieren seien, fragte Jäger in die Runde. Dülmens Erste Beigeordnete Christa Krollzig verwies auf die hiesige Kinderfeuerwehr. Schon die Jüngsten sollten durch sie für Brandschutz sensibilisiert und interessiert werden.

Wer in die Jugendfeuerwehr eintrete und dort bis zum Erreichen der Altersgrenze bleibe, der bleibe auch der Feuerwehr erhalten, machte Kreisbrandmeister Donald Niehues deutlich, dass die Weichen für eine Mitgliedschaft früh gestellt werden.


Landrat Konrad Püning verwies darauf, dass der demografische Wandel im Kreis Coesfeld zunehmend spürbar werde. Noch bis vor Kurzem habe es keine Nachwuchsprobleme bei der Feuerwehr gegeben, das werde jetzt anders, sagte er.

Nachdem sich der Innenminister in der Rettungswache die Container zur Dekontamination sowie zur Versorgung einer großen Zahl von Opfern ((ManV) angesehen, sich im Rathaus ins Goldene Buch eingetragen und zusammen mit Vertretern von Stadt und Kreis im Restaurant „täglich“ am neu gestalteten Königsplatz zu Mittag gegessen hatte, standen Gespräche mit der Polizei auf der Tagesordnung.

Peter Nowak, Leiter der Polizeiwache Dülmen, konnte vor Ort auf die Notwendigkeit einer Erweiterung der Wache hinweisen. Im Zentrum der Gespräche standen aber Fragen zur Personalentwicklung. Jäger hatte im Gespräch mit der Presse deutlich gemacht, dass das Land die Zahl der Ausbildungsplätze für den Polizeidienst „bis an die Ausbildungsgrenze“ erhöhen werde. Von dieser „Fettschicht“ werde man ab 2017 zehren, wenn immer mehr Beamte in Pension gehen. Jäger: „Dann ist das Fett ganz schnell weg.“

Wie der Generationswechsel gestaltet werde und die Jungen vom Wissen der Alten profitieren können, dazu erwartet er Konzepte.
Bisher, so bedauerte Nowak, habe Dülmen vom „Fett“ noch nicht so viel abbekommen - aber der Generationswechsel stehe auch hier an.

VON CLAUDIA MARCY


04 · 02 · 12





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