Keine andere Schule verdrängen


Bei der „Grünen Runde“ an einem Tisch (v. l.): Jutta Bergmoser, Sprecherin des Ortsverbandes der Grünen, und der Fraktionssprecher im Rat, Dieter Skirde, mit dem Grünen-Landtagskandidaten Norbert Vogelpohl und den Vertretern der Münsterlandschule, Dieter Hieke und Christof-Peter Dosch.
Bei der „Grünen Runde“ an einem Tisch (v. l.): Jutta Bergmoser, Sprecherin des Ortsverbandes der Grünen, und der Fraktionssprecher im Rat, Dieter Skirde, mit dem Grünen-Landtagskandidaten Norbert Vogelpohl und den Vertretern der Münsterlandschule, Dieter Hieke und Christof-Peter Dosch.
(Foto: Dieter Klein)


Havixbeck - „Unsere Münsterlandschule will in Havixbeck heimisch werden, ohne andere Schulen zu verdrängen“, betonte Dieter Hieke, Sprecher der Kosmos Bildung gGmbH bei einem lebhaften Austausch in der „Grünen Runde“ von Bündnis90/Die Grünen Havixbeck. Mit von der Partie war auch der grüne NRW-Direktkandidaten Norbert Vogelpohl. „Seit 2008 belebt die Montessori-Schule historische Gebäude im Stift Tilbeck, die frei geworden waren“, schreiben die Grünen in einer Pressemitteilung. Als einzige Schule im weiteren Umkreis habe sich die Münsterlandschule den gemeinsamen Unterricht von Gesunden und von Kindern mit besonderem Förderbedarf zum Ziel gesetzt. Elternvertreter Christof Peter-Dosch berichtete von der Idee der Münsterlandschule: Die Schüler sollen von der ersten Klasse bis zum Schulabschluss begleitet werden. „Bei uns stehen die Kinder im Mittelpunkt. Sie lernen im vernetzten Unterricht anhand von Projekten. Unsere Lehrer verstehen sich nicht als Vorsteher, sondern als Berater der Schüler.“

Die Münsterlandschule verfolge eine Vision, die im derzeitigen Schulsystem so nicht vorgesehen sei: Sie wolle ihren Schülern auf Zukunft ein Abitur mit Gesellenbrief ermöglichen. Zu diesem Zweck habe der Träger den Gewerbebetrieb „Kosmos Bildung Produkte und Dienstleistungen“ gegründet. Wichtig zu betonen war den Vertretern der jungen Schule, dass den bisherigen Schulen in Havixbeck von der Münsterlandschule Tilbeck keine Konkurrenz erwachse, auch nicht in Zeiten des demografischen Wandels. Etwa ein Viertel ihrer Schüler komme aus Havixbeck, so die Sprecher der Schule. Das seien häufig Familien, die für ihre Kinder ohnehin eine Schulalternative in Münster gesucht hätten. Quereinsteiger in die Sekundarstufe I solle es nur in sehr begrenztem Umfang geben, da die Schule von der ersten Klasse organisch wachse.


Die Grünen zeigten sich beeindruckt von den Chancen zu individueller Förderung der Schüler in der Münsterlandschule. „Das kommt dem nahe, was uns bildungspolitisch vorschwebt“, meinte Landtagskandidat Norbert Vogelpohl. „Es ist sinnvoll, dass die Schüler länger gemeinsam lernen und dass sie ihr eigenes Lerntempo wählen können.“ Auf die Frage, was sich denn an der Bildungspolitik ändern werde, wenn die Grünen regierten, antwortete er: „Wir wollen ermöglichen, dass sich die Schulen in der Region selbstständiger entwickeln, so dass in Zeiten des demografischen Wandels wohnortnahe Schulen erhalten bleiben. Wir wollen Kooperationen und Zusammenlegungen von Schulen quer durch die Schultypen ermöglichen mit dem Ziel des längeren gemeinsamen Lernens.“



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