Ausbau der Straßen „Am Stopfer“

Anwohner wollen Spielstraße

Havixbeck - Nach langen Jahren des Wartens sollen bald die Straßen im Baugebiet „Am Stopfer“ ausgebaut werden. Dazu stellte Rolf Suhre vom Planungsbüro „nts“ aus Münster zwei Varianten eines ersten Entwurfs am Donnerstagabend im Bauausschuss vor. Allerdings mochten sich die zahlreichen Anwohner vom Stopfer nicht mit den Ideen zufrieden geben. Sie legten klar und deutlich ihre Vorstellungen vom Ausbau ihres Wohnumfelds dar. Das soll auf jeden Fall ein verkehrsberuhigter Bereich (Spielstraße) sein und nicht eine Tempo-30-Zone.

Eigentlich sei es gut, dass das Wohngebiet über zwei Zufahrten verfüge, sodass sich der Verkehr verteile, stellte der Planer fest. Da die Straßenbreite an den beiden Hauptzufahrten stark variiere, seien unterschiedliche Gestaltungsvarianten möglich oder auch nötig. „Wenn das gesamte Gebiet mit Spielstraßen ausgebaut wird, bleibt kaum Platz für zusätzliche Stellplätze“, so Rolf Suhre. Damit meinte er hauptsächlich die erste Einfahrt in das Baugebiet vom Ortskern aus gesehen. Da diese Straße wesentlich schmaler ist, bleibt kein Platz für eine umfangreiche Gestaltung, da sich in dem Bereich viele Hauszuwegungen und Carport-Einfahrten befinden. Stellplätze könnten nach einer Idee des Büros auch an einem multifunktionalen Platz entstehen. Ob Besucher teilweise weite Wege in Kauf nehmen würden, wurde bezweifelt.


Bei der Variante 2 (siehe Grafik) schlagen die Planer vor, die 430 Meter lange südliche Einfahrtsstraße bis zum ersten Bauabschnitt als Tempo-30-Zone mit einem Gehweg auszubauen. Entlang des Gehwegs könnten dann noch Stellplätze angeordnet werden.

Bauausschuss-Vorsitzender Wolfgang Geschwinder stellte den Vergleich zum Wohngebiet Habichtsbach her, das in diesem Jahr ausgebaut wird. Dort habe man die größere Zufahrtsstraße als Tempo-30-Zone geplant und die abzweigenden kleineren Straße als Spielstraßen ausgewiesen. Auch die Frage des Straßenbelags findet er schlüssig. Asphalt für die Hauptzufahrt - Betonsteine für die kleineren Wege. „Wir haben schlechte Erfahrungen mit den Pflastersteinen im Wohngebiet Schlautbach gemacht und große Schäden produziert - das muss nicht noch einmal sein“, so Geschwinder.

Der Tenor der Anwohner lautet: Wir wollen zum Schutz keinen schnellen Verkehr unserer Kinder haben. „Wir haben extra dieses Wohngebiet in Havixbeck gewählt, sonst hätten wir auch an der Hammerstraße in Münster wohnen können“, so ein Anlieger.

Die Politik möchte sich noch in den Fraktionen beraten und dann im Rat für eine Lösung abstimmen. Danach kommt die Bürgerbeteiligung, wobei die Anlieger noch Wünsche vortragen können.

VON KLAUS DE CARNÉ, HAVIXBECK


03 · 02 · 12





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