Billerbeck. "Gemeinschaftsschulen sind ein Gewinn und keine Bedrohung." Norwich Rüße, Landtagsabgeordneter der Grünen, bezieht klar Stellung zu dem aktuellen Thema. Gestern trafen sich Mitglieder der münsterländischen Grünen in der Alten Landwirtschaftsschule in Billerbeck, um auch über Bedenken zu sprechen, die kürzlich zehn Bürgermeister geäußert hatten. Wie berichtet, befürchten diese, dass Gemeinschaftsschulen andere in der Existenz bedrohen.
Das kann Kreistags- und Ratsmitglied Norbert Vogelpohl (Coesfeld) nicht verstehen: "Die Geburtenzahlen sind in den letzten Jahren stetig gesunken. Es kommt also nicht überraschend, dass es weniger Schüler gibt. Schulschließungen oder eingeschränkte Angebote wären eine Folge des demografischen Wandels und nicht die einer Gemeinschaftsschule." Nicht alle Billerbecker Kinder, die nun ein Gymnasium in Coesfeld besuchen, blieben in Billerbeck. Da ist sich Vogelpohl sicher und gibt zu bedenken: "In Hinblick auf die Demografie muss sich die Stadt Coesfeld fragen, ob sie überhaupt weiterhin drei Gymnasien betreiben kann." Jahrelang hätten die weiterführenden Schulen der Mittelzentren vom Zufluss aus dem Umland profitiert. Jetzt gehe es aber für die kleinen Kommunen um die Existenz ihrer letzten Sekundarschule. Da sei es an der Zeit auch angesichts wachsender Ansprüche auf dem Arbeitsmarkt umzudenken.




