Auch kleine Unternehmen haben Chance beim Unternehmenspreis

Jury hatte schwere Aufgabe


Ulrike und Hubertus Geiping (Mitte) nahmen den Unternehmenspreis 2012 der Stadt Lüdinghausen in Empfang. Unser Bild zeigt sie mit Bürgermeister Richard Borgmann den Zweit- und Drittplatzierten sowie dem Team der Fachhochschule Gelsenkirchen, das den Wettbewerb durchführte.Foto:
Ulrike und Hubertus Geiping (Mitte) nahmen den Unternehmenspreis 2012 der Stadt Lüdinghausen in Empfang. Unser Bild zeigt sie mit Bürgermeister Richard Borgmann den Zweit- und Drittplatzierten sowie dem Team der Fachhochschule Gelsenkirchen, das den Wettbewerb durchführte.Foto:
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Lüdinghausen - „Das war keine leichte Entscheidung“, versicherte Bürgermeister Richard Borgmann am Mittwochabend im Restaurant des Klutensee-Bades. Weit über ein Dutzend Betriebe und Unternehmen hatten sich um den zum zweiten Mal vergebenen Unternehmenspreis der Stadt beworfen. Am Ende hatte die Bäckerei Geiping die Nase vorn, gefolgt vom St.-Marien-Hospital und dem Steuerberater- und Wirtschaftsprüfer-Büro Böcker & Collegen (die WN berichteten).

Zwar hatten zwei große Unternehmen die Nase vorn, trotzdem hoffen die Organisatoren des Wettbewerbs, dass sich in vier Jahren, wenn der Preis zum dritten Mal ausgelobt wird, verstärkt kleinere Firmen bewerben, denn die Kriterien werden auf die jeweilige Betriebsgröße „umgerechnet“.



Ulrike und Hubertus Geiping (Mitte) nahmen den Unternehmenspreis 2012 der Stadt Lüdinghausen in Empfang. Unser Bild zeigt sie mit Bürgermeister Richard Borgmann den Zweit- und Drittplatzierten sowie dem Team der Fachhochschule Gelsenkirchen, das den Wettbewerb durchführte.Foto:
Ulrike und Hubertus Geiping (Mitte) nahmen den Unternehmenspreis 2012 der Stadt Lüdinghausen in Empfang. Unser Bild zeigt sie mit Bürgermeister Richard Borgmann den Zweit- und Drittplatzierten sowie dem Team der Fachhochschule Gelsenkirchen, das den Wettbewerb durchführte.Foto:
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Bevor der Ehrenpreis jedoch übergeben wurde, unterstrich Bürgermeister Richard Borgmann die Bedeutung des Wirtschaftsstandortes Lüdinghausen. So sei in den vergangenen zehn Jahren die Anzahl der Betriebe um 17,5 Prozent gestiegen. Die Zahl der Arbeitnehmer kletterte von 6037 auf 6422. Kurz erinnerte er an die großen Investitionen, die die Unternehmen in den vergangenen Jahren getätigt hätten: PW-Grillprodukte habe den neuen Betrieb bezogen, die RVM errichtete den neuen Betriebshof, Euroalkohol erweitert die Lagerkapazität und das Krankenhaus investierte Millionen in den Erweiterungstrakt. Am Bahnhof habe sich ein neues Wirtschaftszentrum entwickelt, freute sich der Bürgermeister. Froh war Borgmann, dass die Innenstadt kaum Leerstände zu verzeichnen hat. Borgmann sah Lüdinghausen auch als Messestadt und verwies auf die erstmals geplante, viertägige Gartenmesse „Stil und Art“ vom 17. bis zum 20. Mai rund um die Burg Lüdinghausen.

Die Arbeitnehmersituation und die Ausbildung sowie die Familienfreundlichkeit flossen zu 70 Prozent in die Bewertungskriterien bei der Vergabe des Unternehmenspreises ein. Diesen Schwerpunkt erläuterten Studierende der Fachhochschule Gelsenkirchen, die zum zweiten Mal das Verfahren für die Stadt abwickelten.

„Herausragend bei dem Unternehmen ist die Mitarbeiterfreundlichkeit und das Ablehnen des Outsourcings“, hieß es in der Laudatio des Lüdinghauser Traditionsunternehmens, für das Ulrike und Hubertus Geiping den Ehrenpreis in Empfang nahmen. Gelobt wurde auch die Tatsache, dass das Familienunternehmen derzeit 46 Auszubildende beschäftigt. Dass die Mitarbeiter Mitspracherecht auf allen Ebenen haben, sei auch nicht alltäglich. Die Auszeichnung des Unternehmens sei Ansporn, um „freudiger Botschafter Lüdinghausens“ zu sein, versicherte Hubertus Geiping.

„Ich freue mich insbesondere für unsere Mitarbeiter, denn sie durchlebten eine schwierige Phase“, unterstrich Geschäftsführer Burkhard Nolte, der für das St.-Marien-Hospital den Ehrenpreis als Zweitplatzierter in Empfang nahm. Er sicherte zu, auch für die Zukunft „noch etwas für Lüdinghausen zu leisten“.

Als „innovativ und traditionsbewusst“ charakterisierte das Team der Fachhochschule Gelsenkirchen das Steuerberater- und Wirtschaftsprüfer-Büro Böcker & Collegen, das mit dem dritten Preis ausgezeichnet wurde. Zwar unterstrich Thomas Böcker, dass das Unternehmen mit seinen 15 Mitarbeitern in Lüdinghausen verankert sei, die Kontakte reichten jedoch bis in die USA, nach Nicaragua, die Mongolei und Italien. Trotz aller internationaler Tätigkeit: Zu den wichtigen Kriterium bei der Bewertung der Firmen zählte auch die Verbundenheit zur Steverstadt - und dieses Bekenntnis unterstrichen die Unternehmer am Donnerstag noch einmal nachdrücklich.

VON WERNER STORKSBERGER, LÜDINGHAUSEN


03 · 02 · 12





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