Treffen der Protestbewegung

Halber Atomausstieg - und jetzt?


Jochen Stay (46), Sprecher von „ausgestrahlt“ und Mitorganisator der Demonstrationen nach Fukushima.Foto:
Jochen Stay (46), Sprecher von „ausgestrahlt“ und Mitorganisator der Demonstrationen nach Fukushima.Foto:
(n.n.)


Nottuln - Am 11. März (Sontag) ist es genau ein Jahr her, dass in Japan die Erde bebte, ein Tsunami ganze Landstriche zerstörte und die Atomkatastrophe von Fukushima auslöste. In der ganzen Bundesrepublik werden an diesem Tag Aktionen stattfinden. Ob auch im Kreis Coesfeld - das wird am Montag (6. Februar) um 19 Uhr in Nottuln in der Alten Amtmannei besprochen.

Mit dem Titel „Halber Atomausstieg - und jetzt? Neue Herausforderungen für die Anti-Atom-Bewegung“ findet ein Vortrags- und Diskussionsabend mit Jochen Stay, Sprecher der bundesweiten Anti-Atom-Organisation „ausgestrahlt“, statt. Veranstalter dieser kreisweiten Veranstaltung sind neben der Friedensinitiative Nottuln noch Attac-COE, der SPD-Unterbezirk Coesfeld, der Kreisverband Bündnis 90/Die Grünen und Anti-Atomkraft-Organisationen aus der Region.


Mit dem aktuellen Ausstiegsbeschluss der Bundesregierung wollen sich die Anti-AKW-Aktivisten nicht zufrieden geben. „Die verbliebenen Atomkraftwerke in Deutschland sind alles andere als sicher. Das konnte der sogenannte Stresstest nicht verbergen. Sicherheitsnachrüstungen gab es bis heute nicht“, kritisiert die FI Nottuln. Was der Bundestag beschlossen habe, sei erst der halbe Ausstieg.

Die Friedensinitiative: „Neun Reaktoren sollen noch lange weiterlaufen, die meisten davon noch etwa zehn Jahre. Das ist angesichts der Gefahren, die auch von diesen Kraftwerken ausgehen, nicht zu verantworten. Für eine sichere Energieversorgung sind diese langen Laufzeiten nicht notwendig. Und sie blockieren eine schnellere Energiewende.“

Für die Anti-Atom-Bewegung bedeute dies: „Es bleibt noch viel zu tun. Ein endgültiger Ausstieg vor dem nächsten Super-GAU ist dringend notwendig.“ Und so werden sich wohl die Atom-Gegner am 11. März zur Großdemonstration nach Gronau begeben, wo noch immer Uran angereichert wird. 



03 · 02 · 12





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