Mit Wohnmobil durch Wüste


Der Motorcaravan-Club "die Straßenfüchse" war jetzt zu Gast in Darfeld.
Der Motorcaravan-Club "die Straßenfüchse" war jetzt zu Gast in Darfeld.


-sdi- Darfeld. Das Gefühl der Freiheit und der Unabhängigkeit, das reizt ihn einfach. "Man lässt den Motor starten und kann ganz spontan irgendwo hin fahren", sagt Johannes Bomkamp. Er ist leidenschaftlicher Wohnmobil-Fahrer. Und: "Als Wohnmobilist braucht man nicht viel." Nur einen Parkplatz. "Schön ist es, wenn es eine Ver- und Entsorgung und Wasser gibt." Sonst sei der Wohnmobilist mit dem zufrieden, was er vorfindet.

14 Länder hat er schon mit seinem Fahrzeug bereist. "Angefangen von Dänemark bis Tunesien, von Holland bis Tschechien", erzählt der 60-Jährige. Sogar in Marokko haben er und seine Frau ein paar Tage in der Wüste verbracht. "Ein Beduinen-Junge ist mit uns gereist", erzählt der Darfelder. "Und die Wüste lebt richtig. Wir haben sogar jemandem mit Dromedaren getroffen." Das Highlight: "Wir durften auf den Tieren reiten."



Sie sind leidenschaftliche Wohnmobilfahrer: (v.l.) Marlies und Johannes Bomkamp mit Salome sowie Ruth mit Noemi und André Bomkamp aus Darfeld.
Sie sind leidenschaftliche Wohnmobilfahrer: (v.l.) Marlies und Johannes Bomkamp mit Salome sowie Ruth mit Noemi und André Bomkamp aus Darfeld.
(Foto: Stephanie Dircks)


Richtige Exoten seien sie früher gewesen. "Anfang der 90er Jahre wurden erst Stellplätze errichtet", so Bomkamp. Und die Leidenschaft - das Reisen mit dem Wohnmobil - hat er für sich schon in den 80er Jahren entdeckt. "Durch den Tod meines Vaters", sagt der 60-Jährige. "Er wollte, wenn er Rentner ist, viel reisen. Als er Rentner war, ist er plötzlich an einem Herzinfarkt gestorben. Das war für mich der Auslöser. Ich wollte nicht erst reisen, wenn ich Rentner bin."

Sogar Mitglied im Motorcaravan-Club "die Straßenfüchse" - er besteht aus 133 Wohnmobileinheiten - ist er. Und die waren jetzt in Darfeld zu Gast. Rund 50 Wohnmobile sind angerollt. Zur Generalversammlung. Ein Stammtisch trifft sich alle vier Wochen. "Dabei kann es sein, dass keiner kommt oder 20 Wagen vorfahren. Es ist nicht verpflichtend." Die weiteste Anreise hatten Mitglieder aus München und Berlin.

"Wir diskutieren über verschiedene Reisen und Erfahrungen, die wir dabei gemacht haben", so Bomkamp. "Natürlich werden auch technische Sachen besprochen. Irgendeine Motorhaube ist immer offen." Denn Basteln ist die zweite große Leidenschaft des Darfelders. Am liebsten schraubt er an seinem Wohnmobil. "Ein Wohnmobilist muss ein Bastler sein", betont der Darfelder. "Am Haus hat man auch immer etwas zu tun. Und so ist das auch bei diesen Fahrzeugen." Sogar um den kompletten Innenausbau hat er sich schon selbst an einem seiner Fahrzeuge gekümmert. "Mit Fußbodenheizung, Solartechnik und einem Staukasten zum runterfahren", so der 60 Jährige. Seinen Sohn hat er bereits angesteckt mit seiner Leidenschaft. Das liegt in den Genen."



30 · 10 · 09





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