Rosendahl. Lisa strahlt siegesgewiss, legt sich quer über den Tisch und greift zu: "Haus, Haus, gewonnen." Sie packt die beiden Karten auf ihren Stapel und grinst Carolin Konert, die ihr gegenüber sitzt und sich mit ihr dem Memory widmet, zufrieden an. "Spiel` ich am liebsten", lässt die Achtjährige wissen, ohne ihre erwachsene Spielgefährtin dabei aus den Augen zu lassen. Am Nachbartisch sitzen Tom und Luisa. Vor ihnen liegen zwei Meter Papier von einer langen Tapetenrolle, die sie sich - ausgerüstet mit einem großen Sortiment an Stiften und harmlosen Kinderscheren - zum Bemalen und Schnippeln vorgeknöpft haben. Sie sind munter im Gespräch, verstehen sich gut, auch wenn ihre Sprache nicht eindeutig klingt. "Die Sprache spielt hier keine Rolle. Wichtig ist: Sie sind zusammen und miteinander in Kontakt", sagt Andrea Scharfenberg, Sozialpädagogin und diejenige, die das Freizeitangebot für Menschen mit Behinderungen organisiert und koordiniert. "Mit einem guten Team von Honorarkräften und Helfern, versteht sich."
Die "Paula und Alfons Voss Stiftung", die es seit drei Jahren gibt, macht es möglich. Sie bietet die finanziellen Möglichkeiten dazu. "Das Ehepaar Voss war kinderlos. Ihr Wunsch war es, dass ihr Vermächtnis für die Arbeit mit Menschen mit Behinderungen - insbesondere für den Freizeitbereich - eingesetzt werden soll", erklärt Mechthild Kersting. Sie kannte die beiden Darfelder sehr gut, engagiert sich von daher gerne als erste Vorsitzende für die Stiftung, während sich Gertrud Potthoff zu ihrer Stellvertreterin wählen ließ.