Rosendahl. Die aktuelle Diskussion macht wütend, das geben sie ehrlich zu. Und sie löst Unverständnis aus. "Wir haben hier die einmalige Chance, Kinder und Jugendliche von der Straße zu holen", betont Lisa Bolte. "Das darf nicht kaputt gemacht werden." Deshalb ist für den Jugendbeirat der Offenen Jugendarbeit klar: Nur das Haus der Zukunft bringt eine Zukunft.
Denn völlig abgesehen von der derzeitigen Schließung des Osterwicker Jugendkellers seien die Räumlichkeiten in allen Ortsteilen nicht geeignet, die Bedürfnisse zu erfüllen. "In Holtwick fehlt es an allem, da ist nicht einmal Platz für einen Kickertisch", beschreibt Marcel Vitzthum den Keller des Pfarrheimes eher als "Durchgangszimmer, in dem wir immer Bedenken haben müssen, eine andere Gruppe zu stören." Auch in Darfeld, ergänzt Mara Meier, seien die Räumlichkeiten zu beengt, um Aktivitäten anzubieten oder sich mit einer größeren Gruppe zu treffen. Und Bastian Benning ist davon überzeugt, dass der muffige Keller in Osterwick dazu führe, dass viele Eltern ihre Kinder erst gar nicht zum Jugendtreff schicken: "Die Resonanz könnte noch größer sein, wenn wir in einem Jugendhaus geeignete Räume hätten."