Rosendahl. Über das Haus der Zukunft und das laufende Bürgerbegehren sprach unser Redaktionsmitglied Frank Wittenberg mit Sebastian Nienhaus und Gero Tschesche vom Team der Offenen Jugendarbeit.
Seitdem das Bürgerbegehren gegen das geplante Haus der Zukunft läuft, waren keine Protestaktionen der Jugendlichen oder des Teams zu hören. Warum?
Sebastian.Nienhaus: Es ist nicht wahr, dass die Kolpingsfamilie Osterwick den Mitgliedern der Offenen Jugendarbeit verboten hat, auf das Bürgerbegehren zu reagieren. Aber wir sind Pädagogen und keine Politiker. Unser Auftrag ist es, die Jugendlichen vor Reaktionen aufgrund von Falschaussagen zu schützen. Deshalb haben wir nicht offensiv reagiert, sondern leisten weiter gute Jugendarbeit.
Wie sieht die zurzeit konkret aus?
Nienhaus: Wir halten die Treffs regelmäßig geöffnet, haben aktuell eine Fahrt zu Musik Produktiv durchgeführt und waren mit einer Mädchengruppe in Amsterdam. Außerdem sehen wir uns in verschiedenen Orten Jugendhäuser an, um Ideen für die Einrichtung des Hauses der Zukunft zu bekommen.
Ein Argument der Jugendhaus-Gegner lautet, dass eine Zentralisierung in Osterwick keinen Sinn macht. Wie seht Ihr das?
Gero.Tschesche: Zunächst einmal muss man die Jugendlichen loben, die seit drei Jahren für das Projekt kämpfen und am Ball bleiben. Das ist ganz stark. Wir beobachten immer wieder, dass sich aus allen drei Ortsteilen echte Freundschaften gebildet haben. Aus Sicht der Jugendlichen ist Rosendahl längst eine Gemeinde, es gibt keine Verinselung mehr.
Was denkt Ihr über das Bürgerbegehren?
Nienhaus: Dass es Menschen gibt, die durch unsachgemäße Darstellung versuchen, den Kindern und Jugendlichen eine der wenigen Möglichkeiten zu nehmen, das Leben in Rosendahl ein Stück weit interessanter zu gestalten, schockiert uns. Trotzdem glauben wir weiter an an die Umsetzung des Jugendhauses und möchten alle Rosendahler Bürger und Politiker bitten, auch weiterhin die richtige Entscheidung bezüglich ihrer Kinder und Jugendlichen zu treffen.